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Berichte

Und schon wieder eine Verschiebung:

Coppa d`Europe startet erst im Juni

(gpp) – Die CORONA-bedingte Verschiebe-Arie nimmt nun doch wohl wieder Fahrt auf, denn in diesen Tagen haben die Veranstalter der europaweiten „Coppa d`Europe“ bekanntgegeben, aufgrund von erneuten hohen Inzidenzzahlen und diversen anderen Einschränkungen und Verboten, ihre beliebte Oldtimer-Veranstaltung von April auf Juni zu verschieben.
Neuer Termin ist der 23. bis 26. Juni dieses Jahres und damit verbunden auch eine großräumige Streckenänderung, da nicht alle für April vorgesehenen Hotel auch im Juni noch das benötigte Kontingent für alle Teilnehmer zur Verfügung stellen könnten.
Die von den Niederlanden über Belgien und Luxemburg nach Deutschland und durch Tschechien bis nach Österreich führende Veranstaltung beinhaltet eine über 1.400 km lange und nach den Worten des Veranstalters „spannende Strecke mit pfiffigen Aufgabenstellungen!“. Zwei Übernachtungspausen sind eingeplant, die schon bekannte im hessischen Lahnstein und die zweite, der neuen Streckenführung geschuldete, in der oberfränkischen Wagnerstadt Bayreuth. Das Ziel befindet sich schließlich im österreichischen Linz.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.coppa-europa.org 

Gerd Plietsch


Noch ein – kleines - Jubiläum:

20 Jahre gpp – motorsport-info

(gpp) – Da haben wir ausführlich über etliche andere Jubiläen parliert und dabei ein anderes, wenn auch noch etwas kleineres, Jubiläum ganz vergessen – unser eigenes!
Das gpp – motorsport-info wird 2022 zwanzig Jahre alt. Zwar gibt es in diesem Jahr bereits die 21. Ausgabe, aber das liegt naturgemäß daran, dass 2002 schon die erste Ausgabe erfolgte, und wer eins und eins zusammenzählen kann, kommt eben auf 21, auch wenn wir uns erst im zwanzigsten Jahr des Erscheinens unseres Motorsport-Newsletter befinden.
Soweit der mathematische Exkurs…
Zum inhaltlichen und vor allem zur Rückschau, es war eigentlich der Verzweiflung geschuldet, da wir viel zu erzählen hatten, und sich offensichtlich niemand in den einschlägigen Redaktionen ernsthaft dafür interessiert hat. Und im Zuge der damals sich immer mehr steigernden Internet-Nutzung wurde die Idee eines Newsletters geboren, welches im 14-Tages-Rhythmus kostenlos an Interessierte verschickt wird und all´ jene (ausführlichen und nach unserem Gusto verfaßten) Bericht beinhalten sollte, die von den jeweils zuständigen Tageszeitungen nicht wirklich benutzt – ja offensichtlich ignoriert wurden.
Und natürlich stand die Idee im Raum, dass sich vielleicht der eine oder andere Inserent finden möge, der unsere Arbeit unterstützungswürdig finden könnte – was anfangs leider gar nicht funktionierte und später bis jetzt auch immer nur mit inständigen Bitten und Nachfragen gelingen will.
Leider…
Dennoch ist es gelungen, dieses Medium über zwanzig Jahre am Leben zu erhalten – auch und vor allem deshalb, weil sich immer wieder Anekdoten, Ereignisse und Geschichten, ja man kann sagen angeboten, haben und beim immer intensiver werdenden ´kramern` in Archiven Vorfälle auf sich aufmerksam machten, die lange in Vergessenheit geraten waren.
Natürlich wurde vieles gelobt; schon alleine deswegen, weil sich vor allem von privater Seite immer viel, viel Mühe gegeben wird, unseren geliebten Sport irgendwie am Leben zu erhalten, allen bürokratischen und leider auch pekuniären Hindernissen zum Trotz. Es war uns ein Bedürfnis, diesen engagierten Personen zumindest verbal unter die Arme greifen zu können.
Aber wir haben auch versucht, mißliges zu benennen. Mit Sicherheit ist es nicht immer und wahrscheinlich auch sehr selten gut gelungen. Aber wir haben es versucht, und versprechen, es weiterhin zu tun…
Doch um zum Abschluss noch etwas positives an- bzw, vorzubringen, der 20-jährige Geburtstag unseres gpp – motorsport-info ist allerdings nicht unser einziges Jubiläum – da wir im Jahr 1973 unsere erste Rallye bestritten haben (Kastl-Schmelzer-Gedächtnisfahrt beim MSC Scheßlitz) können wir im kommenden Jahr 2023 unser 50-jähriges Jubiläum feiern!
Wenn das kein Grund ist – unsere Tätigkeit/en doch allmählich einzustellen?….

Gerd Plietsch


Ansturm auf:

Berg-Classic Würgau

(gpp) – Sie haben seinen postalischen und auch seinen Internet-Briefkasten überschwemmt; diejenigen, welche an Hans Schrüfers legendärer Berg-Classic Würgau teilnehmen wollen. Die zunächst für den Monat Mai terminierte Traditions—Veranstaltung mußte wegen der notwendigen Parkplätze auf September (11. September) verschoben werden, da die dafür notwendigen Wiesen im Frühjahr nicht – oder nur zu horrenden Kosten – zur Verfügung gestanden hätten.
Nun also erst im Herbst, doch die einschlägigen Fahrerinnen und Fahrer ficht dies nicht an, alle wollen in Würgau an den Start und die traditionsreiche „Wand“ erklimmen.
„Aber ich mache keine Nacht-Veranstaltung“, stellt der rührig-rüstige Fahrtleiter Hans Schrüfer (Bamberg) klar und ist seit Wochen dabei, das fast 150 Fahrer starke Nennungsfeld auszusieben und auf die „organisatorisch maximalen“ 100 bis 110 Teilnehmer einzudampfen. „Keine schöne Arbeit“, so Schrüfer, „aber sie ist – leider – unverzichtbar!!!“
Ansonsten wird es so sein, wie es in Würgau in allen Jahren vorher auch war, ab 11 Uhr wird die Bundesstraße 22 von Würgau aus in Richtung Osten gesperrt und die verschiedenen, zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeuge werden die Würgauer Wand erklimmen um in den acht verschiedenen Klassen (div. Motorräder, Tourenwagen, Sportwagen und historische Rennsportwagen, etc.) Sieger und Platzierte zu ermitteln. Wobei es nicht um Bestzeiten geht, sondern darum die beiden Wertungsläufe so zeitgleich (bis womöglich auf die Hundertstel-Sekunde) zu absolvieren. Allerdings sind nicht alle Fahrer dermaßen ehrgeizig, viele der Teilnehmer wollen es einfach genießen, ihr automobiles Schätzchen bewegen zu dürfen und sich mit Fans und Freunden vor- und nachher ausgiebig auszutauschen.
Zu der seit 32 Jahren durchgeführten Veranstaltung haben Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt, Erwachsene zahlen 7 €.
Weitere Informationen gibt es per Mail bei Fahrtleiter Schrüfer unter wuergauerberg@hotmail.de.

Gerd Plietsch


80 Jahre und noch immer fit!:

Motorsport-Legende Edgar Blumreich

(gpp) – Als Edgar Blumreich (Hohenknoden b. Bad Berneck) 1961 nach dem Besuch eines Formel 1-Rennens zum Motorsport kam, war er – was damals durchaus üblich war – ein Allrounder. Bedeutet, am Samstagnachmittag und –abend war er mit seiner Frau Gudrun und seinem 40-VW Käfer bei den verschiedensten Orientierungsfahrten in Nord-Ost-Oberfranken am Start – und das alles andere als unerfolgreich. Gute zehn Jahre später, startete er zudem am Sonntag mit einem 65-PS-starken 1200´er NSU TT dann noch erfolgreicher bei den unterschiedlichsten Slalom-Veranstaltungen im in dieser Zeit neu gegründeten Nord-Ost-Oberfranken-Pokal. Den gebrauchten TT hatte er nach gut zweieinhalb Jahren jedoch gegen ein Neufahrzeug eingetauscht und begann, dieses auch fahrwerkstechnisch aufzurüsten – fuhr aber immer noch mit demselben Auto auch Orientierungsfahrten – und wochentags zur Arbeit (wie wir alle zu dieser Zeit; Anm. d. Verf.). „Das schlimmste war immer, für Orie´s den Unterschutz anzubringen, da der TT ja für die Slalom-Wettbewerbe tiefergelegt war, und danach wieder abzubauen – ohne Bühne oder Grube!“ grinst Edgar Blumreich bei der Erinnerung an diese „dennoch sehr schöne Zeit!!!“. In der er z. B. im Jahr 1973 in der damals noch in Fahrer- und Beifahrer getrennten Wertung in der NOO-Sparte Orientierungsfahrt die Fahrerwertung gewann, und Ehefrau Gudrun den dritten Platz belegte. Doch schon ein Jahr später wurde der NSU TT nur noch bei Slaloms eingesetzt, und es begann eine  Siegesserie sondersgleichen:
Als Mitglied des Motorsportclubs (MSC) Gefrees, der sich ja in der Hauptsache dem Trialsport europa- und weltweit widmete und noch immer widmet, war Edgar Blumreich auch Mitglied des Dachverbandes Deutscher Motorsport-Verband (DMV), der anders als der ADAC, so genannte Landes- und Bundesmotorsport-Meisterschaften ausrichtete. Und neben den lokal-regionalen Veranstaltungen waren diese Meisterschaften das überaus erfolgreiche Betätigungsfeld Blumreich´s.
Von Hof über Augsburg und Nürnberg sowie Speyer, Lommersheim, Karlsruhe, und von Göppingen bis Moers und sogar bis nach Lübeck führte die Erfolgs-Spur des Edgar Blumreich kreuz und quer durch die damals noch fest geteilte Republik. Aber er trat nicht nur in seiner Paradedisziplin, dem Automobil-Slalom-Sport auf den Plan, er fuhr auch PKW-Geschicklichkeitsturniere – und holte sich 1973 in Moers den Titel und war in den Folgejahren in Augsburg (1974), in Offenburg (1975) und im heimischen Hof (1976) jeweils bundesweiter Vize-Meister.
„Am meisten bedeuten mir aber die Titel in der Bayerischen Slalom-Meisterschaft“, so Blumreich im Gespräch, „denn dort trafen sowohl alle Nord- als auch die Südbayerischen Slalom-Spezialisten aufeinander“ – und der oberfränkische NSU-Treter holte sich zweimal den Vize-Meister-Titel (1981 und 1982), nachdem er bereits 1979 und 1980 auf dem Meister-Podest ganz oben gestanden hatte.
Nach zwei dritten (1971 und 1973) und einem siebten Platz (1972) gab´s für Edgar Blumreich bei den Bundes-Motorsport-Meisterschaften des Rad- und Kraftfahr-Bundes „Solidarität“ (RKB Soli) bis zum Jahr 1982 ausschließlich erste Plätze, also von 1974 bis 1982 acht (!) Titel in Folge. Auch wenn er im Jahr 1977 im schwäbischen Lommersheim nicht am Start war. Ansonsten drückte der Gefreeser diesem bundesweiten Wettbewerb mit Vehemenz seinen Stempel auf.
1978 rüstete Edgar Blumreich auf einen NSU TTS („Ein Traum wird wahr!“, erzählte Edgar Blumreich voller Stolz jedem, der es hören wollte“) auf, den er allerdings von einem reinrassigen und für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassenen Boliden, erst wieder auf die Anforderungen und Bedürfnisse des damaligen, nationalen und regionalen Slaloms zurückrüsten mußte.
In den Folgejahren holte sich der Familienvater neben den acht bundesweiten Titeln mehr als siebzig (!) Klassen- und weit mehr als 25 Gesamtsiege und avancierte – auch wenn ihm so manche erfolgreiche Slalomfahrer auf dem Fuße folgten – damit zur absoluten und bis heute unumstrittenen motorsportlichen Slalom-Legende Nord-Ost-Oberfrankens!
Und der Name Blumreich blieb und bleibt (zumindest vorerst) dem nord-ost-oberfränkischen Motorsport erhalten: die Söhne Thomas und Stefan fanden, nach ´Versuchen` im Ski-Langlauf (Sohn Stefan) und im Fahrrad-Trial zum Motorsport und erprobten sich dort bis vor wenigen Jahren erfolgreich im Motorrad-Trial, und bei Rallyes, Slaloms und Orientierungsfahrten.
Sohn Stefan war mehrmaliger Bezirksmeister des Bezirks Oberfranken des Bayer. Motorsport-Verbandes (BMV) sowie mehrfacher Landesmeister des Deutschen Motorsport-Verbandes. Er holte sich Gesamtsiege bei der Internationalen Alpenpässe-Fahrt (1993) war zweimal Gesamtsieger der Langstrecken-Orientierungsfahrt von Kulmbach nach Prag (1999 und 2000) und holte sich einen Titel (2006) und einen Vize-Titel (2004) in der Deutschen Langstrecken-Orientierungs-Meisterschaft (Veranstaltungen mit mindestens 350 km Länger; Anm. d. Verf.).
Bruder Thomas kam noch vor dem Erwerb eines Führerscheins als Beifahrer in den regionalen Orientierungs- und Rallyesport und wechselte ab 1983 auf den Sitz hinter dem Lenkrad und betätigte sich bei Slaloms, Rallyes und Cross-Slaloms. Es folgte der Titel des Bundesmotorsportmeisters im Slalom und der Vizetitel in der Rallye, und 1987 ein erneuter Nordbayerischer Meister, diesmal wieder im Slalom. Als Einsatzleiter eines befreundeten Rennsportteams konnte er sogar internationale Rennluft in Polen, Österreich, Ungarn und Tschechien schnuppern, bevor er sich noch einmal für zwei Jahre dem erfolgreich dem Cross-Slalomsport widmete, bevor ihn gesundheitliche Probleme zur Beendigung seiner motorsportlichen Laufbahn drängten.
Tochter Nina kam über den Kartslalom- und Orientierungs- zum Rallyesport und ist dort mittlerweile eine begehrte Beifahrerin, die die unterschiedlichsten Fahrer bei zahllosen nationalen und internationalen Rallye-Veranstaltungen an- und begleitet. Dominik, inzwischen Ur-Enkel von ´Dynastie-Begründer` Edgar, begann mit sechs Jahren – wie seine Mutter – im Jugend-Kartslalom und fand nach einigen Jahren Fußball, zunächst als Copilot seiner Mutter Nina zurück zum motorsportlichen Orientierungssport.
Damit dürfte es sich bei der Familie Blumreich um die wohl bundesweit einzige Motorsport-Familie handeln, die über vier lebende Generationen Motorsport betrieben hat und noch betreibt. ´Stammvater` Edgar feiert als ´Ahnherr` dieser Motorsport-Dynastie im April diesen Jahres seinen 80. Geburtstag – und das in weitestgehend guter Gesundheit; herzlichen Glückwunsch dazu, Edgar!!! (Und auch dem NSU TTS, der bereits am 23. März 55 (!) Jahre alt geworden ist). Zwar ist Edgar Blumreich – natürlich – mit seinen 80 Jahren nicht mehr aktiv – aber er läßt sich bei der einen oder anderen Veranstaltung immer wieder sehen (bei Meisterehrungen ganz besonders!) und freut sich dann auf einen kleinen Plausch mit alten (und natürlich jung gebliebenen) Weggefährten – „Freunde!“ korrigiert er.
Alles, alles erdenklich Gute, lieber Edgar, weiterhin noch viel, viel dauerhaft stabile Gesundheit!!!
Hab´ einen schönen Tag und bleib bitte weiterhin GESUND!!!! – Und uns erhalten….

Gerd Plietsch


Ohne Licht, da sieht man nicht…:

Super-Scheinwerfer im Rallyesport

(gpp) – „Solche Scheinwerfer haben wir uns früher angebaut!“ regte sich Tjerk Aulich auf und breitete seine Hände aus, als wolle er uns die Ausmaße eines mit eigenen Händen gefangenen Zanders (oder irgend eines anderen Fisches…) demonstrieren. „Und wenn wir vergessen hatten, den Leerlauf hochzudrehen, zogen diese vier ´Oschis` so viel Strom dass Batterie und Motor, dass dieser schon vor dem Start ausging!!“ fügte er hocherregt an, und sein Tischnachbar ergänzte: „…und gesehen haben wir doch nicht viel!!!“
Anlaß dieser Ausführungen beim letzten OLDIE-Treffen war eine durchaus angeregte Diskussion über Scheinwerfer, und vor allem über die heute üblichen LED-Lichter, die obwohl Handtellerklein, über eine Lichtausbeute verfügen – „von der wir damals nicht einmal zu träumen wagten!!!!“
Dabei hätte man – vor allem – in den von uns gerne als die golden bezeichneten siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts solche Lampen, Leuchten – wie auch immer, gebraucht, fuhr man doch damals sehr oft, sehr (un-) gern und sehr lange in der Nacht – im Gegensatz zu heute. „Wo es endlich Licht gibt, wie am lichten Tag!“
Inbord-Aufnahmen von der Mutter aller Rallyes, der Rallye Monte Carlo, die in diesem Jahr tatsächlich über zwei Nachtprüfungen ´verfügte`, machten ein- und nachdrücklich hell und klar, was Lichtausbeute meinen und vor allem bringen – und sehen lassen – kann.
HELLA´s, S.E.V. MARCHAL´s oder CIBIE´s sehen und sahen zwar gut aus an der Fahrzeugfront und versuchten auch den Eindruck von Helligkeit zu vermitteln – oder zumindest das, was wir früher darunter verstanden. Aber gegen eine kleine LED-Batterie auf der Motorhaube die, falls Fahrzeuge entgegenkommen sollten, in absolute Blindheit versetzen würden, waren diese 100´er Scheinwerfer nicht wirklich mehr als kleine Kerzen.
Aber auch hier – wie halt in allen anderen Bereichen – schreitet die Entwicklung und die Technik fort – und man sollte durchaus sagen Gottseidank.
Schließlich ist Hilfe fast immer und sofort an- und abrufbar – wenn wir da an eine unserer ersten internationalen Rallyes denken (die 1979´er Unterfranken-Rallye), wo wir irgendwo im nirgendwo wegen eines technischen Defekts ausgefallen sind und der Chronist in voller Fahreranzug-Montur zur nächsten Hauptstraße lief um per Daumen eine Mitfahr-Gelegenheit zum nächsten Telefon zu ergattern – oje, oje…
Als dann der freundliche Fahrer wegen des auffälligen Outfits erfuhr, welches Geisteskind sein neuer Mitfahrer war, kam ihm offenbar zum Bewußtsein welche ´Verantwortung` nun auf im lastete – einen Rallye-Beifahrer zu chauffieren – und er gab Gas, dass mir Angst und Bange wurde.
Also, an diese Zeiten erinnern wir uns mit dem Abstand von mehreren Jahrzehnten durchaus gerne – aber noch einmal erleben möchten wir sie sicher nicht.
Mit einem letzten Blick auf´s Smartphone, ob und ggf. welche neue Whatt´s –App´s mit wichtigen Nachrichten evtl. eingegangen sein könnten…..

Gerd Plietsch


Fahren, wie vor 60 Jahren:

Rallye der 1000 Kilometer

(gpp) – Aller guten Dinge sind zwar drei (damit ist die diesjährige Ausgabe, 21. und 22. Oktober, gemeint), aber dabei wird es wohl aller Voraussicht nicht bleiben. Denn genau wie die Winterrallye Steiermark wird sich auch die Classic1000 ihren Platz im Herzen und im Terminkalender der Motorsportler mit dem historischen Automobil und dem entsprechenden „Fahr-Anspruch“ erobern.
„´Vintage` hat nun ´mal Saison!“ so ein ungenannt bleiben wollender Zeitgenosse, der den Zeitgeist damit wie den sprichwörtlichen Nagel, auf den Kopf trifft.
Denn es geht darum, Rallye zu fahren wie weiland in den goldenen sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, mit Pfeilskizzen auf s/w-Kopien, evtl. mit Hilfe eines ´altertümlichen` Tripmasters (oder eines Tachos mit Hundertmeterrolle), einer Schnitttabelle, einer Funkuhr und / oder einer ganz normalen Stoppuhr, nach Minuten.
Und es wird gefahren, meist auf kleinen Landes- und Nebenstraßen entlang der Grenzen Nieder-Österreichs durch das Wald- und Weinviertel und am nächsten Tag durch das östliche Voralpenland. Wobei die spät-herbstlichen Straßenzustände durchaus den Ablauf der Veranstaltung evtl. deutlich erschweren könnten.
Das nur 30 (!) Teilnehmer zählende Feld wird vor allem Oldtimern bis einschl. Baujahr 1990 sowie auf Anfrage Youngtimern vorbehalten sein.
Bis zum 1. Juli gilt ein verbilligter Nennschluß, der endgültige Schluß für Nennungen zu einem erhöhten Nenngeld ist dann der 1. Oktober.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.classic1000.at.

Gerd Plietsch


„Endlich!“ wieder Slalom-Zeit in Hof:

Leinburger Benedikt Siegel gewinnt Saison-Auftakt im Hofer Zulieferer-Park

(gpp) – In Abwesenheit der sonst üblichen ´Verdächtigen`, gemeint sind die bis 2L und über 2L-Boliden der Gruppe der verbesserten Fahrzeuge („unsere Autos sind noch nicht fertig; leider!!!“, so einer der nur fußläufig anwesenden Fahrer leidvoll), holte sich der für den MSC Pegnitz startende Benedikt Siegel (Leinburg) auf einem sehr seltenen Honda S 2000 mit einer Gesamtfahrzeit von 1:17,83 min. den Gesamtsieg beim Automobil-Slalom des AC Hof.
Am Wetter ihrer Slalom-Veranstaltungen müssen die Hofer Automobilsportler noch und vor allem nachhaltig arbeiten, auch wenn´s in diesem Jahr durchaus ein wenig besser war! Zwar gab es ja ein den letzten beiden Jahren – Coronabedingt – keine Hofer Auto-Slaloms, und niemand erinnert sich wohl wirklich an das Wetter an den vergangenen 1. Mai-Feiertagen. Aber in den Jahren zuvor prägten Kühle, um nicht zu sagen Kälte, bedeckter, um nicht zu sagen bewölkter Himmel, diese Feiertage und nicht selten fielen elf bis drei Tropfen Regen und trieben die Streckenposten entlang der gut 1000 m langen Strecke nach Wochen des Frühling immer wieder zurück in ihre Wintermäntel. Und auch für das schwarze Gold unter den einschlägigen Teilnehmerfahrzeugen waren die früheren Witterungsverhältnisse nicht wirklich optimal. Zumindest nicht für einen optimalen Grip zwischen Pylonen, Schweizern und sonstigen Gassen, Toren und Passagen. Und auch der vergangene Sonntag stach auffallend aus den sonnigen und warmen Tagen vor- und nachher hervor. Zwar drängte sich am Vor- bis Mittag hin und wieder die Sonne durch die Wolken – aber am Nachmittag verschwand sie ganz. Und zudem pfiff ein überaus frischer Wind durch Fahrerlager, Vorstart und den Slalom-Parcours, der sich anfangs überaus staubig, und daher „äußerst rutschig!“ präsentierte, wie die ersten Starter der serienmäßigen Gruppe G notieren ließen.
Ganze 44 Slalom-Fahrer hatten sich nach den beiden Auftakt-Veranstaltungen am zweiten April-Wochenende im Schlüsselfelder ADAC-Fahrsicherheitszentrum auf den Weg in das ehemalige Dreiländereck gemacht um am traditionellen Automobil-Slalom des Automobilclubs (AC) Hof an den Start zu gehen. Und natürlich, um das neue, riesige Amazon-Verteil-Zentrum im Automobil-Zulieferer-Park zu bestaunen….
Und gleich bei den serienmäßigen Fahrzeugen kam es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen zwei BMW-Piloten um den Sieg in ihrer Klasse. Dabei hatte der für den ADAC-OC Würzburg startende Martin Roßmann (Grettstadt) am Ende die Nase um knappe eineinhalb Sekunden vor dem für den MSC Marktredwitz startenden Routinier Helmut Krämer vorn. Roßmann gewann damit die gesamte Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge und sah lange Zeit wie ein möglicher Gesamtsieger aus.
Bis in der großen Klasse der ´nur` seriennahen Fahrzeuge der Leinburger Siegel seinen Honda S 2000 zündete. In seinem ersten Wertungslauf noch knapp drei Zehntel hinter Roßmann zurück, unterbot er dessen Zeit in seinem zweiten Wertungslauf um fast genau eine Sekunde und holte sich neben dem Klassen- auch den Gruppensieg bei den seriennahen Fahrzeugen.
Nun warteten Mitbewerber, Veranstalter und die Zuschauer auf die Boliden der verbesserten Gruppe H, doch die möglichen Sieg-Anwärter fehlten und die mit dem kleinen 1200´er Opel City Kadett angereisten Coburger Vater Arnfried und Sohn Stefan Bätz (beide Meeder) kamen trotz vehementester Gangart nicht an Einzel-Fahrzeiten unter 40 Sekunden heran. So gewann Stefan Bätz zwar die Klasse mit einem Vorsprung von einer guten Sekunde vor seinem Vater, konnte aber die bisherige Tages-Bestzeit nicht unterbieten. Und auch die restlichen Fahrer der verbesserten Gruppe hatten ebenfalls keine Chance, die Zeiten des kleinen City Kadett anzugreifen.
So holte sich Siegel auch noch verdient den Tagessieg beim Hofer Automobil-Slalom.
Besondere Aufmerksamkeit bei alle Motorsportlern erregten zwei serienmäßige TOYOTA GR-Yaris-Fahrzeuge, die ohne jegliche Slalomausrüstung und sogar mit Straßenreifen an den Start gegangen waren und die Top-Zeiten der Slalom-Cracks bis auf wenige Sekunden mehr oder weniger problemlos ´mitfahren` konnten.
Der gastgebende AC Hof präsentierte sich mit sage und schreibe neun Teilnehmern am Wettbewerb nicht nur quantitativ gut aufgestellt, sondern auch die Ergebnisse in den einzelnen Klassen ließen durchaus aufhorchen: So holte sich Fabian Sandner (Heinersreuth) mit seinem BMW 320 einen souveränen Klassensieg, während Vater Thomas Dritter in dieser Klasse wurde.  Sportleiter Marc Rödel (Schwarzenbach/Saale) fuhr seinen seltenen Ford Puma in überaus zufriedenstellender Manier („wenn ich auf die Ergebnisliste schaue!“) zu einem zweiten Platz in seiner Klasse, vor seinem Vereinskameraden Mario Rückner (Schwarzenbach/Wald) auf VW Polo. Die drei neuen Mitglieder des AC Hof, Jörg Hollfelder (Tauperlitz), Jan Brunner und Martin Benedikt (beide Schwarzenbach/Wald), die alle drei ihre erste Slalom-Veranstaltung überhaupt bestritten, stellten ihren Opel Corsa A in ihrer Klasse auf die Plätze zwei, drei und vier (in der Reihenfolge Hollfelder, Brunner, Benedikt) und zeigten sich bei der Siegerehrung ebenfalls „sehr, sehr zufrieden!“ Der Konradsreuther Stefan Lindemann wurde mit seinem VW Polo in seiner Klasse Vierter und der Hofer Stefan Vogtmann, ebenfalls auf VW Polo unterwegs, wurde in der gleichen Klasse Sechster.
Bei den Siegerehrungen, die Gruppeweise nach den jeweiligen Wertungsläufe vorgenommen wurden, bedankten sich die beiden Vorsitzenden Karl-Heinz Bauer (Hof) und Thomas Sandner (Mainleus) bei den Teilnehmern für das sportlich-faire Verhalten und bei den Anrainern und Genehmigungsbehörden für den gewährten Vertrauensvorschuß, „den wir hoffentlich nicht allzusehr überstrapaziert haben!“ „Aber natürlich auch bei unseren Streckenposten für´s Ausharren bei den in diesem Jahr doch etwas angenehmeren Temperaturen!“
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter www.ac-hof.de

Gerd Plietsch


Erinnerungen wachrufen:

Marktleuthener HUBERTUS – Revival

Der Motorsportclub (MSC) Marktleuthen veranstaltet am Samstag, den 18. Juni, das Marktleuthener-HUBERTUS – Revival, angelehnt an die in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durchgeführten HUBERTUS – Herbst-Orientierungsfahrten und –Rallyes.
Dabei handelt es sich nicht um eine Oldtimer-Ausfahrt sondern es geht in erster Linie darum, „an Personen, die damals mitgefahren sind bzw. mitgewirkt haben zu erinnern und diese noch einmal zusammen zu bringen und zu ehren bzw. zu erwähnen“, so Fahrtleiter Carsten Mücke (Marktleuthen). Neben der geplanten, gut 100 km langen Bewegungsfahrt durch das Sechsämterland ist vor dem Start in Marktleuthen auch eine Fahrzeugschau vorgesehen. Teilnehmen am Marktleuthener-HUBERTUS-Revival können maximal 120 Fahrzeuge, gern gesehen sind Fahrzeuge mit Renn- und Rallye-Charakter wobei es keine Baujahr-Beschränkung gibt. Neben Autos können aber auch Motorräder teilnehmen.
Nennungen können bis zum 10. Juni bei Fahrtleiter Carsten Mücke (die_werkstood@web.de) abgegeben werden, das Nenngeld beträgt 35 €.
Ab 8 Uhr werden die Teilnehmer am 18. Juni in Marktleuthen rund um den Marktplatz erwartet, ab etwa 9:30 Uhr werden diese dann der recht herzlich eingeladenen Marktleuthener Bevölkerung vorgestellt. Zudem ist ein Rahmenprogramm mit Trial-Vorführungen des MSC Gefrees zu erleben. Dazu wird voraussichtlich der motorsportlich affine ORMS-Rettungsdienst (bereits bei der Rallye Dakar im Einsatz) mit einem Fahrzeug anwesend sein. Dazu die aus dem Motorsport nicht wegzudenkende Funkhilfsgruppe „Eisvögel“. Landrat Peter Berek und Marktleuthens Bürgermeisterin Sabrina Kästner werden außerdem Grußworte sprechen. Dabei wird mit Kaffee und Kuchen sowie Bratwürsten und Getränken reichlich für das leibliche Wohl gesorgt.
Motorsport-Legenden wurden ebenfalls eingeladen, so zum Beispiel der Höchstädter Moto-Cross-Europameister Harald Strößenreuther, der bei einer früheren HUBERTUS – Herbst-Orientierungsfahrt sogar selbst als Streckenposten bei Neudürrlas einmal im Einsatz war.
Gestartet wird je nach Teilnehmerzahl zwischen 12 Uhr und 13 Uhr, das Ziel am Wunsiedler Hackerplatz erreichen die Teilnehmer ab etwa 16 Uhr. Bei der Ausfahrt, die nach VfV-Zeichen und einer Übersichtskarte zu fahren ist, wird es Pausen unter anderem in Hohenberg mit einem Verpflegungsstopp geben
Weitere Informationen und alle Anmeldungs-Unterlagen gibt es im Internet unter www.marktleuthener-hubertus-revival.de.

MSC Marktleuthen


51 Jahre Walter Röhrl Gesamtsieger der :

Int. Rallye Wiesbaden

(gpp) – Nachdem das bereits für das vergangene Jahr geplante Doppel-Jubiläum von 50 Jahre Walter Röhrl und 100 Jahre Rallye Wiesbaden der CORONA-Pandemie zum Opfer gefallen ist, will der Wiesbadener Automobilclub dies heuer nachfeiern. Und zwar gebühren!
Vom 25. bis zum 28. Mai wird die sportliche Sollzeitprüfung in vier Tagen durch zwei Länder „hoffentlich“ durchgeführt „werden können!“, so die Veranstalter um Rallyeleiter Norbert Seezer (Wiesbaden) in erwartungsvoller Vorfreude.
1.350 km Strecke vom Startort Eschenfelden (am historischen „Speedtreibhaus“) aus bis nach Tschechien, dort rund um die Gegend von Klatovy und Pilsen, sind bis zur Rückkehr im Ziel in Wiesbaden zurückzulegen. Darin eingebettet etwa 350 km Sollzeitprüfungen (ein ´Abklatsch`, zu den einstigen Strecken die zu Zeiten der Rallye Wiesbaden ausgefahren wurden, als diese noch zur Deutschen und zur Europäischen Rallyemeisterschaft zählte und die der spätere Regensburger Doppel-Weltmeister Walter Röhrl im Jahr 1971 souverän gewonnen hat). Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen soll an diesen Sieg 1971 im aktuellen Jahr 2022 angeknüpft und erinnert werden.
Schließlich ist Walter Röhrl im Feld der 45 Teilnehmer mit der Startnummer 10 mit von der Partie, und wie es der Zufall will, sogar in einem Ford Capri 2600 GTR…
Und auch wenn die Erinnerungen hoch gehalten werden, die Unterschiede zu 1971 sind doch eklatant. Nicht nur in der Bewältigung der ´wenigen` Sollzeitprüfungen, sondern auch im infrastrukturellen Ambiente. Schließlich sind die Hotels, in denen die Teilnehmer heutzutage nächtigen und speisen werden, alles andere als solche, wie sie es vor 50 Jahren im damaligen Ostblock gegeben hat. Gottseidank!
Aber sei´s d´rum, die Nostalgie wird zelebriert, die Helden hochgelobt, die einstigen und die heutigen und wenn es allen Spaß gemacht und Freude bereitet hat, ist alles Gut!
Der Start zur 43. Int. Rallye Wiesbaden erfolgt am 25. Mai um 12:30 am Eschenfeldener „Speedtreibhaus“, das Etappenziel in Pilsen wird am späten Nachmittag erreicht und übernachtet wird im Marriot Courtyard-Hotel. Am nächsten Tag steht ab 8 Uhr morgens die Königsetappe zwischen Pilsen und Klatovy mit einer Mittagspause auf dem Programm und schon am Abend sind die Teilnehmer wieder in Deutschland und nächtigen im Regensburger Best Western Premier. Am Freitag wird erneut bereits um 8 Uhr gestartet und es beginnt die Rückreise zum Zielort Wiesbaden, wo man im Intercity Hotel Quartier beziehen wird. Dann ist aber noch nicht Schluss, denn am Samstag, den 28. Mai geht es auf die vierte und letzte Etappe rund um Wiesbaden, bevor das Ziel am Wiesbadener Kurhaus erreicht wird.
Alle weiteren Informationen gibt es im Internet unter www.rallye-wiesbaden.com.

Gerd Plietsch


Sie ´crossen` wieder:

Nailaer Stefan Sell gewinnt Nord-Ost-Oberfränkischen Cross-Slalom-Auftakt beim MSC Wiesau

(gpp) – Wie schon beim ersten – und aufgrund der CORONA-Pandemie vor zwei Jahren letzten – Auftritt der nord-ost-oberfränkischen Cross-Slalom-Familie, trafen sich die Teilnehmer an der Auftakt-Veranstaltung des Motorsportclubs (MSC) Wiesau auf dem „KTM-Ring“ genannten Moto-Cross-Gelände des fichtelgebirgischen MSC Höchstädt. Zentral gelegen an der fast gleichnamigen Ausfahrt der BAB A 93 Hof – Regensburg.
Die Höchstädter Zweirad-Aktivisten, die schon seit Jahren auch für die Auto-Crosser eine Bahn und Strecke bauen, schoben auch für die Cross-Slalom-Protagonisten einen gut 1000 m langen, allerdings „sauschnellen!“ Parcours (so einige ungenannt bleiben wollende Teilnehmer). Und Veranstalter und Teilnehmer hatten über eine Woche lang dafür gebetet, dass es nicht übermäßig regnen möge. Denn obwohl die letzte Veranstaltung zwei Jahre zurück lag, erinnerte man sich noch immer eklig an die aufgrund tagelangen Regens total aufgeweichte Strecke, in der nicht nur immer wieder Fahrzeuge, sondern auch Personen, allen voran Streckenposten, stecken geblieben waren. Die wenigen Regentropfen, die den Vortagen dann letztendlich fielen, verursachten – Gottseidank – keinen Matsch , verhinderten aber auch die eminente Staubentwicklung nicht, die nur dank eines stetig wehenden Windes schnell wieder aufgelöst werden konnte.
In der Vormittags-Veranstaltung war es zunächst der für den MSC Bayreuth startende Stefan Böhm, der mit seinem Opel Kadett E GSi die Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge mit einem Vorsprung von über drei Sekunden vor seinen Mitbewerbern souverän gewinnen konnte.
Bei den verbesserten Fahrzeuge kam es zu einem erbitterten Schlagabtausch zwischen zwei ´alten` Recken, den für den MSC Nordhalben startenden Alexander Hofmann (Berg) und dem für den MSC Naila startenden Stefan Sell (Geroldsgrün) sowie dem nicht mehr wirklich als Nachwuchsfahrer zu bezeichnenden Kilian Nierenz (Naila) vom AMC Naila. Während Hofmann mit seinem Mitsubishi Lancer in der Klasse bis 2 Liter antrat, bewegten Nierenz und Sell ihre Audi quattro in der Klasse über 2 L Hubraum. Hofmann gewann zwar seine Klasse, kam aber am Ende nicht an die Zeiten der beiden quattro-Piloten heran. Und auch eine fast etwas zu gut gemeinte Aktion, in der der Nailaer AMC´ler Nierenz seinen Audi auf zwei Rädern in eine enge Kurve zwängte, half nicht, am Ende hatte Sell mit seinem Sechs-Zylinder-Audi die Nase um 1,2 Sekunden vorn, zum Klassen-, Gruppen- und Gesamtsieg. Die beiden Fahrer des gastgebenden MSC Wiesau, Sven Seidel (Wiesau) und der Kemnather Hansi Walter kamen in der gleichen Klasse auf die Plätze drei und fünf.
In der Nachmittags-Veranstaltung, die wegen Zeitproblemen mit einer um ein Drittel verkürzten Strecke ausgefahren wurde, wiederholte sich das Bild. Stefan Böhm gewann die Gruppe G, allerdings rückten ihm die beiden AC Hofer Martin Geyer (Helmbrechts) und Marc Rödel (Schwarzenbach/Saale) dichter auf den Pelz, denn die Rückstände bewegten sich nur noch im ein- bis eineinhalb Sekunden-Bereich.
Und auch bei den verbesserten Fahrzeugen gab es keine Veränderungen. Alexander Hofmann beherrschte die 2L-Klasse und Kilian Nierenz fand letztlich kein Mittel, um Stefan Sell zu bedrängen, so dass sich dieser auch am Nachmittag den Klassen-, Gruppen- und Gesamtsieg ans Revers heften konnte. Sven Seidel holte sich ebenfalls noch einmal einen dritten Platz, lediglich Hansi Walter verzichtete dagegen auf einen zweiten Start.
Bei den Siegerehrung bedankten sich die Verantwortlichen des MSC Wiesau, Vorsitzender Franz Höcht und Rennleiter Manfred Keller bei allen 34 Teilnehmern für das sportlich faire Verhalten im Rahmen der 3. und 4. Werner-Marth-Gedächtnis-Veranstaltungen, bei ihren Streckenposten für das Ausharren im Staub, beim MSC Höchstädt für die Zurverfügungstellung und Präparierung von Gelände und Strecke und bei den Sanitätskräften des Bayer. Roten Kreuzes „für Euer Dasein!“ Der Dank der beiden galt aber auch den Genehmigungsbehörden und den Anliegern „für den gewährten Vertrauensvorschuß, den wir hoffentlich nicht allzu sehr überstrapaziert haben!“
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch

 


Cross-Slalom-Auftakt auf dem „KTM-Ring“:

Zwei Klassensiege und Podestplätze zuhauf für Hofer Motorsportler

(gpp) – Nach zwei Jahren CORONA-bedingter Wettkampfpause trafen sich die nord-ost-oberfränkischen Cross-Slalom-Sportler am vergangenen Sonntag wieder auf dem Moto-Cross-Gelände „KTM-Ring“ des Motorsportclub (MSC) Höchstädt, um in dem weitläufigen Areal ihren Saisonauftakt zu zelebrieren. Gastgeber war der MSC Wiesau, der die „genialen und vor allem breiten und dadurch überaus sicheren“ Strecken zur Verfügung stellte.
Unter den       Teilnehmern aus dem gesamten nordbayerischen und südsächsichen Raum waren auch vier Starter des Automobilclubs (AC) Hof, von denen nur Maximilian Theusinger eine Auszeit nehmen mußte, da ihn der eingangs erwähnte Virus in die heimische Quarantäne geschickt hatte. Doch seine Vereinskameraden Martin Geyer, Helmut Hodel, Robert Plietsch und Sportleiter Marc Rödel ´vertraten` ihren erkrankten Mitbewerber tatkräftig und holten sich zwei Klassensiege und mehrere Podestplätze.
In der Vormittags-Veranstaltung lieferten sich der Helmbrechtser Martin Geyer und Sportleiter Rödel Schwarzenbach/Saale) in der Klasse G 3 der serienmäßigen Fahrzeuge ein sehenswertes Fahrduell. Im ersten Wertungslauf konnte Geyer mit seinem Peugeot 306 um knappe eineinhalb Sekunden davon fahren, doch im zweiten Wertungslauf zündete Rödel seinen Ford Puma und verbesserte seine Zeit um über eine Sekunde, während Geyer drei Zehntel langsamer wurde. Am Ende reichte es Geyer aber doch noch zum Klassensieg vor Marc Rödel auf Platz zwei. In der gesamten Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge belegte Geyer Platz zwei und Rödel wurde Dritter.
In der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1600 ccm Hubraum kam Helmut Hodel (Hof) mit der Toyota Corolla auf Platz drei, der Röslauer Robert Plietsch wurde Fünfter.
„Puh, so einen schnellen Parcours sind wir noch nicht gefahren!“, stöhnten die Fahrer in der kurzen Mittagspause, in der sich so mancher der Teilnehmer den aufgewirbelten Staub hinunter spülen mußte. So wurde in der Nachmittags-Veranstaltung der gut 1000 m lange Parcours verkürzt und anstatt eineinhalb Runden nur noch eine einzige Runde gefahren.
Bei den serienmäßigen Fahrzeugen erneuerten Martin Geyer und Marc Rödel ihr ´Duell` vom Vormittag – und tatsächlich konnte der amtierende Sportleiter Rödel das Ruder umdrehen, sich den Klassensieg sichern und Martin Geyer auf Platz zwei verweisen.
Bei den verbesserten 1600´ern kam Helmut Hodel erneut auf Platz drei und Robert Plietsch konnte sich auf Rang vier verbessern.
„Für den Auftakt sind wir schon zufrieden!“, äußerten sich die vier Hofer bei den Siegerehrungen und bedauerten nur, dass es bis zum nächsten Cross-Slalom-Wettbewerb, dann beim AMC Naila, bis Ende Juli wieder eine „viel zu lange“ Pause geben wird.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ac-hof.de und alle Ergebnisse im Detail unter www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch


Gelungener Cross-Slalom-Auftakt für Alexander Hofmann:

Zweimal Klassensieg in Staub-Schlacht-en

(gpp) – Er ist einer der unbestrittenen Sieganwärter im oberfränkischen Cross-Slalom-Sport, die Rede ist vom mehrfachen Cross-Slalom-Titelträger sowohl im NOO (Nord-Ost-Oberfranken) als auch im RPO (Regionalpokal Oberfranken), Alexander Hofmann (Berg). Er bewegt seinen allradgetriebenen Mitsubishi Lancer so schnell und geschickt, dass er in den letzten Jahren fast ausnahmslos Klassen-, Gruppen und vor allem Gesamtsiege einfahren konnte und sich dadurch gleich dreimal hintereinander den begehrten NOO-Titel holte. Lediglich die letzten vorjährigen Veranstaltungen liefen nicht ab wie gewünscht, „irgendein technisches Problem habe ich – weiß nur noch nicht wirklich welches!“ grübelte und orakelte der Berg´er am Saisonende 2021 mehr oder weniger ratlos und gönnte seinem fahrbaren Untersatz über den Winter deshalb eine genauere und tiefgründige Überholung.
„Ich habe eine große Wartung durchgeführt, habe eine neue Batterie eingebaut, eine neue Antriebswelle für vorne links gebaut und Spur und Sturz vorne und hinten neu eingestellt.“ Zudem war Hofmann im vergangenen Jahr zweimal in Höchstädt zum Trainieren, „aber das schlägt sich letztlich negativ auf die Karosserie nieder!“, so der für den MSC Nordhalben startende Lagerist rückblickend.
Der Beginn der diesjährigen, wohl hoffentlich völlig CORONA-freien, Cross-Slalom-Saison wurde wie schon vor zwei Jahren auf dem Moto-Cross-Gelände „KTM-Ring“ des MSC Höchstädt ausgefahren und gleich im Training der Vormittags-Veranstaltung brannte Hofmann die zunächst erste Tagesbestzeit von 1:04,87 min. in den überaus staubigen Höchstädter Schotter. Im ersten Wertungslauf kam er „nur aus Übermut“ allerdings ein wenig aus dem Tritt und verschenkte kostbare Zeit. In seinem zweiten Wertungslauf verbesserte er seine Trainingszeit jedoch noch einmal um eine Zehntel-Sekunde, holte sich so den verdienten Klassensieg.
Für die Nachmittags-Veranstaltung paßte Hofmann dann den Reifendruck bei seinem Mitsubishi Lancer etwas an, doch auf der verkürzten Strecke war das „nicht wirklich eine zielführende Maßnahme!“. Dennoch gelangen Hofmann erneut sehr schnellen Zeiten, die er von Lauf eins zu Lauf zwei sogar noch verbesserte, und am Ende stand wieder ein Klassensieg zu Buche. „Zwar noch keine Gesamtsiege, aber das wird schon wieder!“ ist er sich sicher.
„Ich bin durchaus zufrieden“, so der einstige Rallyefahrer nach den nachmittäglichen Siegerehrungen, „… freue ich mich aber auf das heimische Hartsteinwerk, denn dort werden die Karten – leider erst Ende Juli – dann wieder neu gemischt!“
Alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter www.msc-wiesau.de.

Gerd Plietsch


Teilnehmerflut bei Hofer Old- und Youngtimer-Treffen:

Reinhard Jakob, Ronald Funk und Carsten Richter bestplatzierte Fahrer bei kleiner Ausfahrt

(gpp) – „Gottseidank haben sie keinen Rost angesetzt!“, meinte einer der weit über 100 Teilnehmer aus dem gesamten nordbayerischen Raum und dem angrenzenden sächsischen Vogtland am 12. Old- und Youngtimer-Treffen des Automobilclubs (AC) Hof, „schließlich sind´s ja Fahr- und keine Steh-zeuge!“ so die Replik eines weiteren Teilnehmers. „Benzin“-Gespräche, wie sie allenthalben bei solchen Veranstaltungen geführt werden. Aber jetzt, nach zwei Jahren ´Zwangspause`, taten diese besonders gut, wie man an den zahlreichen und überaus intensiven Gesprächsrunden unschwer erkennen konnte. „Aber nun ist´s ja wieder soweit und wir können endlich, endlich wieder fahren!“ war allen Fans und Freunden des Automobilsports mit dem – fast – historischen Automobil deutlich anzumerken. Der ´Grinsfaktor` war unübersehbar!
Die Pause bedingte auch einen neuen Austragungsort und so waren die Hofer Automobilisten in ihrem 100.ten Jubiläumsjahr nur einmal kurz über die Kulmbacher Ausfallstraße gesprungen und hatten sich bei Motor-Nützel in der Fuhrmannstraße ´eingemietet`, ein Dreh- und Angelpunkt wie er besser fast nicht sein konnte.
Für das leibliche Wohl an diesem sonnigen Sonntag war mit Kaffee und Kuchen sowie mit Gebratenem und Gegrillten bestens gesorgt, denn die Old- und Youngtimer-Gemeinde möchte es nicht nur ihren fahrbaren Untersätzen so angenehm wie möglich machen, sondern durchaus auch sich selbst. So war ein zweites Frühstück für die meisten obligatorisch und die Grundlage und der Treffpunkt für die meisten „Benzin“-Gespräche.
Danach ging´s nach draußen, wo man sich die Objekte der Begierde gegenseitig vorstellte und erläuterte, bevor die Oldtimer-Referentin des gastgebenden AC Hof, Anita Schumacher (Hof) zur Fahrerbesprechung und einer kleinen Ausfahrt einlud.
An dieser Ausfahrt beteiligten sich 45 Teams (davon 33 mit Oldtimern, sieben mit Youngtimen und vier Motorräder) und diese führte sie von Hof aus über 55 Kilometer in Richtung Westen und führte unter anderem über Sellanger und Selbitz nach Schauenstein. Im weiteren Verlauf berührten die Teilnehmer noch Ahornberg und Konradsreuth, bevor wieder das Ziel bei Motor-Nützel in Hof erreicht wurde. Unterwegs mußten dann aufgestellte, so genannte ´stumme` Kontrollen – z. B. ein L vor Fuhrmannsreuth – notiert werden, die am Streckenrand aufgestellt waren. Vor der Ausfahrt waren auf dem weiträumigen Gelände der Firma Nützel noch drei typische Prüfungen bei Old- und Youngtimer-Veranstaltungen zu absolvieren: Ein Seitenabstand mit dem rechten Hinterrad von genau 34 Zentimetern zu einer Bodenmarkierung, ein nach vorne fahren um genau 105 Zentimeter und ein Abstand vor einem Gatter von genau 78 Zentimetern. Für die Zweiradfahrer kein größeres Problem – für Autofahrer des öfteren schon. Und damit waren noch vor dem richtigen Start schon die ersten Strafpunkte eingesackt, und so mancher Traum von einer vorderen Platzierung oder gar dem Sieg – „hinnieden“ (wie es schon bei Wilhelm Busch gesagt wird)!
Die zurück gebliebenen Teilnehmer, die nur am Treffen und nicht an der Ausfahrt teilnahmen, wurden zwischenzeitlich von Musik aus den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts von der „Fidelen Hinterachse“ bestens unterhalten.
Die abschließende Siegerehrung nahmen die beiden Vorsitzendend es AC Hof, Karl-Heinz Bauer (Hof) und Thomas Sandner (Mainleus) sowie Oldtimer-Referentin Anita Schumacher vor. Dabei bedankten sich die Hofer Verantwortlichen für das sportlich-faire Verhalten aller Teilnehmer und bei den Genehmigungsbehörden für deren Vertrauensvorschuß.
Bei den Motorrädern siegte der Hofer Carsten Richter mit seiner Suzuki aus dem Jahr 1988 und lediglich zehn Strafpunkten. In der großen Oldtimer-Klasse gewann der Töpener Reinhard Jakob mit seinem Opel Monza aus 1979 und ebenfalls zehn Strafpunkten. In der Youngtimer-Klasse siegte der Fürther Ronald Funk auf Porsche 911 aus 1996 und 36 Strafpunkten.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


”Die Förderung des Rallye-Nachwuchses steht an erster Stelle:

Auf (den Ge-) „Schmack – Motorsport“ gekommen – 20 Jahre Engagement im Rallyesport

(gpp) – Mit Beharrlichkeit, Perfektion, Kenntnis, Können und einer fast unerschütterlichen Ruhe hat er sich in einer von zahllosen Egomanen bevölkerten Motorsport-Szene einen Platz erobert, der weit über die Grenzen der Region sowie Deutschlands hinausreicht, und überaus geachtet und geschätzt ist: der jetzige Konradsreuther Manfred Schmack.
Es beginnt Ende der achtziger Jahre (1987 bei der Bayreuther Wagnerstadt-Rallye), als der junge (damals noch) Hofer, mit dem elterlichen Honda-Geschäft im Rücken und mit seinen dort selbst aufgebauten Fahrzeugen dieser Marke in den regionalen Rallyesport einsteigt. Nach gut zehn Jahren der peniblen und zuverlässigen Art des Aufbaues und der Vorbereitung seiner Rallyeautos sowie seines über die ganze Zeit sehr erfolgreichen Einsatzes in ganz Bayern kann er sich im Jahr 1998 sogar den Titel des Bayer. Rallyemeisters sichern.
Nach der Wende und der Öffnung der Grenzen eröffnet Manfred Schmack in Hofs Partnerstadt Plauen ein Honda-Autohaus und beginnt fast zeitgleich mit dem Aufbau, der Vermietung und vor-Ort-Betreuung von Renn- und Rallye-Fahrzeugen. Zunächst im Rallyesport, bis hinauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft mit den unterschiedlichsten Kunden, aber anfangs ausschließlich mit Honda-Fahrzeugen. Zeitgleich erweitert sich sein Angebot auch auf Renn-Fahrzeuge, hauptsächlich auf die damals noch „Veedol-Langstreckenpokal Nürburgring (VLN)“ und heute „Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS)“ betitulierte Breitensport-Meisterschaft. Aber auch bei etlichen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring waren Autos mit den Logos von „Schmack-Motorsport“ mit den unterschiedlichsten Besatzungen (darunter sogar einmal ein paar Australier) am Start und das alles andere als unerfolgreich!
Schon in der 90´er Jahren des vorigen Jahrhunderts unterstützte Manfred Schmack seine Vereinskameraden vom Automobilclub Hof, ermöglichte Helmut Hodel und Wolfgang Plank die Teilnahme an der Deutschen Rallye-Challenge (die damals sozusagen zweite Bundesliga des Deutschen Rallyesports; Anm. d. Verf.), und hatte auch ein Auto für den damals noch hauptsächlich auf Rallyestrecken ´tätigen` Ronny Hering.
Damit schuf er die Grundlagen, das Knowhow und die Infrastruktur für seine späteren Tätigkeiten als Erbauer, Vermieter und Betreuer von Renn- und Rallye-Fahrzeugen.
Noch vor der endgültigen Gründung von „Schmack-Motorsport“ am 1. Januar 2002 waren Schmack-Honda´s allerding schon auf zahlreichen Rallyestrecken in den neuen Bundesländern am Start und mit Honda-Unterstützung, die einige rechtsgesteuerte Modelle für den Motorsport von Japan nach Deutschland holten, eben auch auf der Nordschleife des Nürburgrings. Doch ab 2002 startet man dann so richtig durch. Es geht mit den unterschiedlichsten Fahrer-Besatzungen (Abendroth/Huber, Corazza/Querengässer, Stapel/Haase, Zehetmaier/Breuer, Windmüller/Hohloch, Herbold/Zemanik, etc., etc….) für etliche Jahre ununterbrochen in die Deutsche Rallyemeisterschaft und zeitweise auch um den anspruchsvollen und heiß umkämpften Honda Civic-Cup, „wo wir die seriennahe 2-Liter-Klasse schon Jahr für Jahr ordentlich ´aufgemischt` haben!“.
2012 startet „Schmack-Motorsport“ dann mit drei Autos und dem Einstieg in die Citroen-Trophy die Ausweitung seines Portfolios und ein Jahr später kommen auch noch Opel Adam-Autos im entsprechenden Cup dazu. Und nun finden auch später noch sehr erfolgreich werdende Fahrer den Weg in die Dresdener Straße nach Plauen („unser Konzept und unsere Kompetenz sprachen und sprechen sich halt immer weiter ´rum!“), so die beiden Sachsen Julius Tannert und Sepp Wiegand und 2016 der absolute Überflieger, der Finne Jari Huttunen, der es heute sogar bis in die Rallye-Weltmeisterschaft geschafft hat! Zu dieser Zeit haben die Einsatz- und Service-Teams von „Schmack-Motorsport“ schon längst die Grenzen Deutschlands hinter sich gelassen und betreuen ihre Fahrzeuge und deren Fahrer (darunter vor allem Julius Tannert) auch in der Rallye-Europameisterschaft. 2018 stößt dann auch noch der Belgier Gregoir Munster zu den Plauener Rallye-Spezialisten und blieb dort bis zu seinem Einstieg ins Opel Werksteam und in die Europäische Rallye-Meisterschaf (ERC).
Allerdings muß man schon genau hinsehen, um die entsprechenden Aufkleber auf den A-Säulen, den Streben des Überrollkäfigs, auf den Seitenteilen oder der Oberseite der Windschutzscheibe zu erkennen, ganz der Zurückhaltung des Firmenchefs geschuldet. Und wer einigermaßen ´Kennzeichen-affin` ist, kann auch anhand des Kfz-Kennzeichens die Autos aus dem Hause „Schmack-Motorsport“ eindeutig identifizieren: Denn sie tragen fast ausnahmslos Hofer Kennzeichen (HO) mit dem Kürzel Manfred Schmack (MS) und einer dreistelligen Ziffer.
Von Beginn an bis heute stand und steht bei Chef Manfred Schmack die Förderung des Nachwuchses ganz oben auf der Agenda: „Wer ´Bock´ hat zu fahren und sich entsprechend engagiert, der wird auch entsprechend angeschoben und dem wird uneingeschränkt geholfen!“
Dies zeigt sich auch bei zweien der heute bei „Schmack-Motorsport“ unterstützen Fahrern bzw. Teams, denn der jüngste Nachwuchs („von denen einer im Mai 17 Jahre alt wird und erst dann ´begleitet` Rallye fahren darf“), sind die mittelfränkischen Brüder Jonas und Liam Müller (Hemhofen), die bereits eine Cross-Kart Karriere hinter sich haben (sogar mit einem deutschen Meistertitel), und bei Testtagen mit „Schmack-Motorsport“-Fahrzeugen „sehr gute Anlagen“ zeigten. Diese fahren in der inoffiziellen Rallye-Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer, dem Mitropa-Rally-Cup, vornehmlich im Ausland, „um ohne Druck und unbelastet lernen zu können!“ Dazu kommen in diesem Jahr der Finne Kalle Markanen, der Schwede Calle Cahlberg und der Saarländer Timo Schulz die im europaweiten (Deutschland, Frankreich, Österreich und Holland) E-Corsa-Cup an den Start gehen. Dazu kommt ein Team in der Deutschen Rallyemeisterschaft (der aus dem rheinland-pfälzischen Morbach kommende Jonas Ertz) und noch vier weitere Fahrer bzw. Teams, die aber nur sporadisch eine oder vielleicht mehrere einzelne Rallye bestreiten wollen, aber keine gesamte Meisterschaft.
Mittlerweile leitet Manfred Schmack aber nicht nur sein Autoforum Schmack in Plauen und die darin eingegliederte Firma „Schmack-Motorsport“ sondern auch das heimische Honda-Stammhaus in Hof („wo wir erst vor kurzem auch noch ein Zweirad-Geschäft eröffnet haben“) „und das ist hin und wieder schon ´mal etwas stressig!“, so der 56-jährige.
„Eigentlich wäre es schon lange an der Zeit ´Schluß` zu machen“, beteuert Manfred Schmack bei einem Pressegespräch in seinem Plauener Büro in dem es von motorsportlichen Siegestrophäen nur so wimmelt (schließlich hat man zwölf Titel, in der Deutschen Rallyemeisterschaft, im Opel-Rallye-Cup oder der Citroen-Trophy sowie über 100 Podestplätzen im In- und Ausland eingefahren), „aber solange es die Leute noch wollen……?!“
Wollen wir hoffen, dass die schnellen und zuverlässigen Fahrzeuge aus dem Hause „Schmack-Motorsport“ noch lange zum Bild von deutschen und europäischen Rallye-Veranstaltungen gehören und dort erfolgreich zu bewundern sind!
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.schmack-motorsport.com.

Gerd Plietsch