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„The historic Sound´s 2019“:

Berg-Classic Würgau findet heuer wieder statt

(gpp) – Noch ist Zeit, aber im Rennbüro des Bamberger´s Hans Schrüfer ist schon seit langem nur noch ein Termin, eine Veranstaltung im Kopf – und in Vorbereitung: die diesjährige classische Bergprüfung für historische Rennfahrzeuge und Rennmotorräder: Die Berg-Classic Würgau 2019, diesmal mit dem Untertitel: „The historic Sound´s 2019“. Am vorletzten September-Sonntag (22. September) versammelt sich im kleinen Dörfchen Würgau wieder alles, was in Sachen exklusiver und hochwertiger Motorräder und Automobile Rang und Namen hat, und anderswo nur sehr, sehr selten gesichtet wird.
Nach weit über 30-Jähriger unfallfreier Veranstaltungserfahrung mit den unterschiedlichen Genehmigungsbehörden, dürfte Hans Schrüfer die Genehmigung für eine Sperrung für  den öffentlichen Verkehr die 1,8 km lange Strecke vor der Würgauer Wand für diesen Sonntag von ca. 11 Uhr bis 17 Uhr problemlos erhalten. Dann werden sich die Besitzer der einschlägigen automobilen Pretiosen der Herausforderung dieser Kurvenkombinationen bergauf stellen können.
Obwohl der Nennungsschluss erst Ende Juli ist, haben sich bereits über 65 Teilnehmer angemeldet, „und es werden mit Sicherheit noch etliche mehr kommen!“ so Hans Schrüfer, der die Berg-Classic mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr und weiterer zusätzlicher Helfer sowie seinen Vereinskameraden vom traditionsreichen ersten Bamberger Automobilclub organisiert.
Allerdings machen sich die Bamberger Motorsportler und ihre zahlreichen Unterstützer vor Ort diese Arbeit nicht nur zum Selbstzweck oder um den vielen Besitzern solcher, für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassenen Fahrzeugen eine Möglichkeit zur Bewegung derselben zu bieten – nein, die Männer um Hans Schrüfer haben auch noch eine caritative Ader, und spenden den Überschuss aus Start- und Eintrittsgeldern alljährlich caritativen Organisationen. Vor zwei Jahren wurden 4.000 € für die Kinderkrebsforschung an der Uniklinik Erlangen und weitere 1.000 € für die Freiw. Feuerwehr Würgau gespendet.
„Wir machen das nicht nur zum Selbstzweck, sondern wollen auch einen Benefiz-Aspekt generieren!“
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.erster-bamberger-ac.de.

Gerd Plietsch


Ebern ist voll:

Oldtimer-Treffen zieht mehrere hundert historische Fahrzeuge in unterfränkische Kleinstadt

(gpp) – Nicht die Wanne ist voll, sondern die Stadt. Und nicht voll Wasser, sondern voller zwei-, drei- und vierrädriger Oldtimer.
Alljährlich zum Fronleichnamstag wird das kleine Städtchen Ebern, am Rande der Haßberge von automobilen Pretiosen unterschiedlichster Ausführungen ´heimgesucht`, so dass binnen kürzester Zeit neben der durch den historischen Ortskern führenden Hauptstraße fast sämtliche Nebenstraßen vollgestellt sind und sich ein schier unendlicher Menschenstrom durch Ebern ergießt.
Obwohl der offizielle Beginn der Veranstaltung ausschreibungsgemäß erst nach Ende des katholischen Gottesdienstes festgesetzt ist, warten die ersten potentiellen Teilnehmer bereits am frühen Vormittag vor den peniblen Eingangskontrollen am Eberner Orts-Eingangsschild und buhlen flehentlich um Einlaß. Denn die besten (Sitz-)-Plätze sind natürlich diejenigen, welche sich in unmittelbarer Umgebung etlicher Wirtshaus- oder Café-Freisitze rund um den historischen Marktplatz befinden, und man sein eigenes Fahrzeug und alle anderen, die sich auf der Suche nach einem letzten freien Plätzchen durch die Eberner Altstadt kämpfen, bei Bier und Brotzeit oder Kaffee und Kuchen zurückgelehnt und sonnengeschützt beobachten kann.
Und in Anlehnung an Baby Schimmerlos und sein Kir Royal ist auch hier nur d´rin, wer ´in` ist. Will sagen, nur der kommt mit seinem fahrbaren Untersatz nach Ebern hinein, der auch die altersmäßigen Vorgaben, mindestens 35 Jahre (!), tatsächlich und nachweislich erfüllt. Diese etwas un- oder außergewöhnliche Maßnahme hat ihren Grund in der Tatsache, dass ja mittlerweile auch die frühen 3´er BMW´s und VW Golf´s zu Oldtimern zählen – „…aber sind´s auch dem Augenschein nach welche???“ fragen sich landauf-landab die Hard-Core-Oldtimer-Fans und denken dabei voller Sehnsucht an die Automobile, deren Äußeres seine Abstammung von Kutschen nicht wirklich verleugnen können. Obwohl diese Objekte der Begierde natürlich höchst selten sind, und noch seltener außerhalb ihres angestammten, heimischen Areals zu besichtigen sind.
Die Posten am Eberner Ortseingang, die den Einlaß erst nach einem genauen Blick in die Fahrzeugpapiere huldvoll abnicken und die Zufahrt freigeben, haben also durchaus ihre Berechtigung.
Früher im Umfeld eines benachbarten Schloßparks ausgetragen, platzte dieser bald aus allen Nähten und hatte, da es keinen befestigten Untergrund gab, bei Regen gewaltige Nachteile, was Organisator Gotthard Schleicher (Ebern) veranlaßte, seine Veranstaltung direkt in seine Heimatstadt umzusiedeln. Und dort wurden und werden die Teilnehmerzahlen inzwischen nur noch geschätzt, ob die Zahl 1000 je erreicht wurde ist zwar nicht nachgewiesen, aber auch mit einigen hundert Teilnehmern weniger ist es immer gerade noch gelungen, ein totales Chaos zu vermeiden.
Die Palette der in Ebern ausgestellten Fahrzeuge reichte vom damaligen Allerweltsauto und inzwischen zu einem gesuchten Klassiker gewordenen Renault R 4, einem Opel Rekord in der Coupe-Ausführung aus den sechziger Jahren und einem inzwischen ebenfalls sehr selten gewordenen VW  412 L, bis hin zu einem Austin Seven „Saloon“ sowie einem Mercedes SSK aus den zwanziger Jahren, etc., etc., pp…..
Rund um die Stadtpfarrkirche St. Laurentius waren dazu noch die üblichen Verkaufsstände für die unterschiedlichsten Memorabilien und diversen Kleinteile aufgebaut, die so manches ´Schrauberherz` höher schlagen ließen, wenn das „seit Jahrzehnten“ händeringend gesuchte Ersatzteil tatsächlich „und endlich“ zum Kauf angeboten wird.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-ebern.de.

Gerd Plietsch


Spannungsgeladenes und ereignisreiches 24-Stunden-Rernnen in der „Grünen Hölle“:

Dettinger Rennfahrer Reinhard Schall fährt die Viper auf Platz drei

(gpp) – In einem von spannendem Motorsport, aber auch von vielen Unfällen (Gottseidank allerdings ohne jegliche Personenschäden! Anm. d. Verf.) geprägten 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgringes, fuhr der Dettinger Rennfahrer Reinhard Schall mit der Dodge Viper CC des Teams „Das grüne Biest“ der Klasse der alternativen Antriebe auf einen „nie erwarteten“ dritten Platz. Trotz eines Differenzial- und Antriebswellendefektes und dem kurzzeitigen Ausfall einer kompletten Zylinderbank.
Wie gewohnt, begann das lange 24-Stunden-Rennwochenende bereits am Mittwochabend in der Adenauer Altstadt mit dem traditionellen Race-Day, bei dem auch und vor allem die giftgrüne Viper der Fahrer weiteren Fahrer Titus Dittmann (Münster), Bernd Albrecht (Hirrlingen) und Michael Lachmayer (Hürth) einer der Besuchermagnete war und zahllose Fans mit gezückten Handy´s entsprechende Fotos machten und sich zahllose Autogramme geben ließen.
Der Ernst des 24-Stunden-Rennens begann dann Donnerstag-Mittag mit dem knapp zweistündigen Freien Training, bei dem aber der Wettergott in keinster Weise mitspielte, sondern strömenden Regen über der Eifel entlud, weswegen sich etliche Teams zurück hielten, darunter auch die Fahrer der Dodge Viper CC. Zum Beginn des abendlichen ersten Qualifikations-Trainings hatte der Regen zwar aufgehört, aber die in vielen Streckenabschnitten durch Bäume gesäumte Nordschleife war noch fast komplett nass, so dass Reinhard Schall mit Regenreifen in das Quali-Training startete, und in seiner zweiten Runde zunächst einmal eine 9:47,830 min. herausfuhr. Am Ende des Trainings, als die Rennstrecke kurz vor Mitternacht fast völlig abgetrocknet war, nahmen auch Bernd Albrecht und Michael Lachmayer das Steuer der Viper in die Hand und absolvierten ihre Pflichtrunden.
Am Freitagnachmittag stand dann bei herrlichstem Rennwetter das zweite und letztlich entscheidende, zweistündige Qualifying für die Ermittlung der Startaufstellung auf dem Programm, und bereits in seiner zweiten Runde konnte Reinhard Schall die Zeit bis auf 9:20,914 min. drücken und damit den dritten Startplatz in der Klasse für das Team „Das grüne Biest“ trotz eines schleichenden Plattfußes vorne rechts, absichern.
Reinhard Schall absolvierte schließlich auch den Rennstart am Samstagnahmittag, katapultierte sich aus der Mitte der zweiten Startgruppe heraus bereits nach der ersten Runde in seiner Klasse auf Platz zwei und fuhr in der zweiten Runde mit 9:19,657 min. gleich die bis zum Rennende feststehende schnellste Rennrunde des Teams. Beim Fahrerwechsel auf Michael Lachmayr ging dieser zweite Platz jedoch wieder verloren, bevor der Hürth´er die Viper nach einem so genannten „Doppel-Stint“ mit insgesamt neun Runden an Bernd Albrecht übergab. Das Team verwaltete danach souverän den dritten Klassenplatz, und trotz vieler Unfälle und Ausfälle konnte sich die Mannschaft rund um Reinhard Schall aus allen Reibereien heraushalten und zuverlässig Runde um Runde durch die sommerliche Eifel abspulen. Nach dem verletzungs-, (aber nicht renn-) bedingten Ausfall von Titus Dittmann sollte Reinhard Schall am späten Abend wieder das Steuer übernehmen und in die Nacht hineinfahren. Doch in der letzten Runde vor dem Fahrerwechsel blieb die Dodge Viper CC am tiefsten Punkt der Strecke in Breidscheid mit einem Defekt an der Differenzial-Aufhängung liegen.
Vier Stunden warteten die Mechaniker anschließend darauf, bis die Viper vom Nürburgring-Abschleppdienst in die Box zurück gebracht wurde und nach einer knapp einstündigen Reparatur gegen 1 Uhr morgens mit Reinhard Schall wieder in den Wettbewerb eingreifen konnte.
Doch der Defektteufel war noch nicht gebändigt, denn ein paar Runden später versagte eine komplette Zylinderbank des Viper-Triebwerks ihren Dienst. Eine defekte, elektrische Steckverbindung wurde daraufhin als Ursache identifiziert und mit einem Stecker aus einer für evtl. Notfälle im Fahrerlager deponierten ´Ersatz`-Dodge Viper CC ersetzt – „und dann lief das Auto die letzten zwölf Stunden wie das sprichwörtliche Uhrwerk!“, so das gesamte Team tief durchatmend, „und wir konnten ´endlich` die ´Aufholjagd` in Angriff nehmen!“
Als die Sonne über der Nürburg wieder aufging, saß Reinhard Schall schon wieder am Steuer der Viper, und stürmte klaglos und problemfrei mit Zeiten zwischen 9:30 min. und 9:45 min. durch die „Grüne Hölle“.
Im weiteren sonntäglichen Rennverlauf wechselten sich Michael Lachmayer, Bernd Albrecht, Reinhard Schall und erneut Michael Lachmayer am Steuer der Dodge Viper CC ab, eroberten sich den dritten Klassenplatz zurück und am Ende bekam Teamchef Bernd Albrecht die Gelegenheit, die letzten Runden bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge zurückzulegen, und die Ovationen der Fans und aller Streckenposten zu genießen.
„Wir sind in Wertung im Ziel angekommen, das war unser größter Wunsch!“, so Reinhard Schall nach dem Rennen, „Und wir sind mit unserer Leistung, bei all´ den technischen Unbilden, die wir und vor allem unsere tollen und hochmotivierten Mechaniker beheben mußten, superzufrieden, vor allem, weil wir nach zwei Jahren Pech diesmal das schwarz-weiße Tuch sehen konnten!“ äußerten sich auch die anderen Viper-Rennfahrer.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.24h-rennen.de.

Gerd Plietsch


Erstlings-Veranstaltung ein voller Erfolg:

Oldtimer aus Nah und Fern erobern den Selber Gold-, und den Ascher Hainberg

(gpp) – „Der Wettergott muß ein Oldtimer-Fan sein!“ Wie sonst ist es zu erklären, dass das Oldtimer-Wandern von Selb ins tschechische As und wieder zurück unter einem blauen und völlig wolkenlosen Himmel und bei hochsommerlichen Temperaturen durchgeführt werden konnte.
Weit über 100 Teams aus dem gesamten Nordbayern, und zum Teil weit darüber hinaus, waren der Einladung der bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen gefolgt, sich zu einem Treffen und einer kleinen Ausfahrt zu versammeln und bei der Ausfahrt die Schönheit der Landschaft Böhmes dies- und jenseits des Gottseidank nicht mehr existierenden ehem. Eisernen Vorhangs per Oldtimer zu erleben.
Von Selb aus führte die Strecke durch die weit über Oberfranken und Bayern hinaus bekannten Stadt Rehau, vorbei an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze bei Posseck, und schließlich erreichte man durch das Kleinod Staatsbad Bad Elster die tschechische Stadt Asch und den dortigen Hausberg, Hainberg; wo im Winter allerlei entsprechender Sport durchgeführt werden kann.
Jetzt, bei hochsommerlichen Temperaturen gönnten sich die Oldtimer-Fahrer in einer kurzweiligen Pause Kaffee und Kuchen, bevor die Route über Serpentinen und durch Alleen ins tschechische Bäder-Dreieck nach Bad Franzensbad führte und vorbei am idyllischen „Amerika-See“ wieder zurück nach Deutschland ging. Bis zum Ziel in Selb konnten noch einmal landschaftlich und fahrerisch anspruchsvolle Nebenstraßen befahren werden, allerdings stand für von der Hitze geplagte Teams auch eine kurze Strecke direkt von Asch nach Selb zur Verfgung, Wer wollte, konnte das Ziel aber auch über Kothigenbibersbach, Neuhaus und Thierstein ansteuern und wieder den Ausgangsort, den Selber „Goldberg“ erreichen.
Angeführt wurde das gut 40 Teams starke Teilnehmerfeld von einer so genannten „Blech-Liesel´n“ oder genauer „Thin Lizzy“ aus den 1920´er Jahren und einem Ford A Modell aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dazu kamen etliche englische Klassiker wie MG und Triumph, einige rasante Sportwagen wie Lamborghini Miura oder Ford Mustang Cabriolet, schwedischen VOLVO´s, Ostblock-Fahrzeuge wie ein Wartburg und ein Skoda, ein fränzösischer 2 CV sowie ein mächtiger Rolls Royce und etliche deutsche Oldtimer der Firmen BMW, Mercedes, Opel, Porsche und VW.
Den Hinweg nach Asch legten fast alle Teilnehmer auf der Originalstrecke zurück, den Rückweg nach Selb kürzten dagegen aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen viele ab.
Wieder am Selber Goldberg zeigten sich alle Teilnehmer überaus begeistert, auch diejenigen, die nicht an der Ausfahrt teilnahmen und sich dem inofiziellen Informations-Austausch unter historischen Motorsportlern, dem so genannten „Benzin-Gespräch“ widmeten.
Wenn es nach den Willen der Organisatoren von Selb23 und Semper Fi geht, könnte diese Veranstaltung durchaus wiederholt werden, wofür sich auch alle anwesenden Oldtimer-Freunde aussprachen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.selb23.de

Gerd Plietsch


20. Hofer ADAC Schnauferl-Fahrt:

Alexander Kießling gewinnt die Autowertung, Rudolf Bär siegt bei den Motorrädern

(gpp) – „Damit fing das ganze ´Drama` an!“, stöhnten einige der insgesamt 43 Teilnehmer der Schnauferl-Fahrt des Automobilclubs (AC) Hof, denn nicht alle waren Prüfungen mit Lichtschranken gewohnt. „Das wir Gatterfahren sowie andere zentimetergenaue Abstände einhalten müssen, das kennen wir.“ Doch das zeitgenaue Durchfahren einer Lichtschranke war für einige Neuland. Und damit begann die 20. Jubiläums-Ausgabe der Hofer Schnauferl-Fahrt, denn die Start-Lichtschranke war jeweils zur eigenen, vorgegebenen Startzeit auf die Hundertstel-Sekunde genau zu durchfahren.
Doch gleich ein paar Meter weiter fanden die Hofer Automobilisten unter Anleitung ihrer Oldtimer-Referentin Anita Schumacher (Hof) zu den gewohnten Prüfungen zurück, denn vor der Ausfahrt aus der weiträumigen Areal des Festplatzes hinter der Hofer Freiheitshalle, die der Jubiläums-Hofer Schnauferl-Fahrt als Start, Ziel und allgemeiner Dreh- und Angelpunkt diente, war das zentimetergenaue Abstand-Einhalten neben einer Linie auf der Beifahrerseite zu absolvieren. „Und das Beifahrerfenster bleibt geschlossen!“ so die Sachrichter mit dem Zentimetermaß nachdrücklich!
Die sich anschließende, gut 110 km lange Ausfahrt wurde in eine Vormittags- und eine Nachmittags-Veranstaltung geteilt, und um für die Nordbayerische ADAC-Meisterschaft und die Bezirksmeisterschaft Oberfranken des Bayer. Motorsport-Verbandes (BMV) eine Wertung und Ergebnisse erstellen zu können, gab´s einige der eingangs erwähnten Prüfungen.
Die Vormittagsroute führte über Feilitzsch, Münchenreuth und Joditz ins vogtländische Hirschberg. Von dort aus ging es zwischen Saale und der BAB A 9 zurück nach Berg und über Köditz wieder nach Hof.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel Central, wo Roulade mit Klößen, Parmesanspaghetti mit Rucola, Salat mit Hähnchenbrust gereicht wurden, ging´s am Nachmittag über Tauperlitz, Kautendorf und Wurlitz nach Süden und über Schwarzenbach/Saale und den Förmitzspeicher nach Münchberg zur Kaffeepause bei Mercedes-Hahn-Classic und danach über Oberpferdt und Oberkotzau wieder zurück nach Hof.
Unter den 25 teilnehmenden Fahrzeugen stachen besonders ein Ford Modell A aus 1930 heraus sowie ein prachtvolles Mercedes Benz 380K Cabrio von 1933 und ein Vauxhall Light Six ASX von 1934. Bei den acht Motorrädern war das älteste Fahrzeug eine NSU 501T von 1928.
Bei den Motorrädern siegte Rudolf Bär (Haag) mit seiner 1951´er DKW RT 200 vor Thomas Friedel (Rödental) mit der bereits erwähnten NSU und Werner Reinl auf BMW R 50/5 von 1971, der aus Wegberg (!) angereist war.
Die Automobil-Wertung gewann Alexander Kießling (Stammbach) mit einem Opel Ascona 1.9 SR aus 1976 vor Helmut Duwe (Coburg) mit einem Volvo P 544 aus 1959 und Siegfried Schubert (Rehau) mit einem BMW 635 Csi aus 1984.
Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Cross-Slalom in Pilgerndorf bei Hollfeld:

Zweimal Podestplätze für Hofer Helmut Hodel

(gpp) – Nachdem die Nord-Ost-Oberfränkischen Slalom-Cross´er nach ihrem Saisonauftakt in Höchstädt wieder zu ihrem ´angestammten` Areal im Hadermann´schen Steinbruch in Berg (b. Bad Steben) zurückgekehrt waren, starteten sie zur Saisonhalbzeit gleich noch einmal ´auswärts`, und zwar im Steinbruch der Firma Schwarzmann in Pilgerndorf bei Hollfeld. Den Rallyefahrern ist das Gelände sowie Teile der Streckenführung bestens als „Stadtwald-WP“ bekannt, und der veranstaltende MSC Fränk. Schweiz bot seinen Teilnehmern den gewohnten Verlauf der Veranstaltung.
Am Vormittag starteten gleich vier Fahrer des Automobilclubs (AC) Hof in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1600 ccm Hubraum, doch der VW Polo, mit dem der Münchberger Stefan Lindemann und Mario Rückner (Schwarzenbach/Wald) fahren wollten, versagte gleich im ersten Lauf des Fahrzeug-Eigners Rückner seinen Dienst, und beide Fahrer mußten auf weitere Starts verzichten.
Helmut Hodel (Hof) und der Röslauer Robert Plietsch gingen mit ihrer engel-Toyota Corolla in den Wettbewerb. Helmut Hodel verpaßte trotz zweier schneller und fehlerfreier Läufe den zweiten Platz um ganze zweieinhalb Hundertstel-Sekunden und wurde Dritter. Robert Plietsch absolvierte den Parcours, der wegen der tagelangen Hitze vorher völlig trocken und verstaubt war, und vor allem nach der Wende auf der Rückfahrt zum Ziel die Teilnehmer zwang, blindlings in ihren eigenen Staub zu fahren, auf Platz vier.
Da eine Reparatur des Rückner-VW Polos in der kurzen Mittagspause nicht möglich war, starteten Hodel und Plietsch als letzte verbliebene Fahrer des AC Hof in die Nachmittags-Veranstaltung und brachten die engel-Toyota Corolla noch einmal auf den Plätzen drei und vier ins Ziel.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Rallye-Sportler treffen sich in Grattstadt:

AMC-Rallye „Rund um die langen Berg“

(gpp) – Nach dem erfolgreichen ersten Versuch im Vorjahr, lädt der rührige AMC Coburg im ADAC auch heuer wieder zu einer Rallye in das oberfränkisch-thüringische Grenzgebiet nach Grattstadt ein, zu seiner diesjährigen Automobil-Rallye. Am Samstag den 10. August startet die dann bereits 18. Ausgabe der Rallye Coburg, und zwar erneut mit dem Titel „Rund um die Langen Berge“.
Es handelt sich dabei um eine so genannte Rallye 35, das heißt die zwei, jeweils zweimal zu befahrenden Wertungsprüfungen (WP) haben eine Gesamtlänge von 35 Kilometern. Davon werden 33 auf Asphalt, und die restlichen zwei auf Schotter ausgefahren.
Dreh- und Angelpunkt ist wiederum das Sportheim des SF Grattstadt, wo sich das Rallye-Zentrum befindet und von wo aus die Teams auf die insgesamt knapp 90 km lange Rallye-Reise geht. Dort wird auch eine Zwangspause sein, und am Ende die Ergebnisse bekannt gegeben und die Sieger geehrt werden.
Am Vormittag dieses Samstages haben die Teilnehmer nach Überprüfung ihrer Dokumente und ihres Fahrzeuges die Gelegenheit, die WP´s zu besichtigen, bevor um 11:01 Uhr der offizielle Startschuss zur Rallye fällt. Die Zielankunft ist dann für 14:15 Uhr vorgesehen und die Siegerehrung wird dann gegen 18 Uhr stattfinden.
Weitere Informationen und alle Ausschreibungsdetails gibt es im Internet unter
www.amc-coburg.de.

Gerd Plietsch


18. Treffen historischer Fahrzeuge in Bad Steben:

Spielbank-Classic-Treffen

(gpp) – Es geht um nichts. Um keine Minuten oder Sekunden, um keine wie auch immer gearteten Kontrollen und daher gibt´s auch keine Punkte und keine Wertung. Es geht ´nur` darum, dass sich Gleichgesinnte treffen und sich intensiv über und rund um ihre Hobby austauschen – den Besitz und das Fahren historischer Automobile und Motorräder. „Benzin reden!“, so der automobilistische Fachbegriff, und der feiert am zweiten August-Sonntag (11. August) rund um die Bad Stebener Spielbank zum inzwischen 18 (!) ´mal fröhliche Urständ.
Waren es anfangs nur Besitzer von historischen Fahrzeugen aus der Region, die sich weder an Ausfahrten oder gar an ´Rallye-Veranstaltungen` beteiligen würden, sondern ihr automobiles Schätzchen hegen und pflegen und nur hin und wieder neben einer privaten Ausfahrt an einem entsprechenden Treffen teilnehmen, die in Bad Steben ´aufschlugen`, kommen heute immer mehr Vogt- und andere ´Ausländer` in den Frankenwald und präsentieren voller Stolz sich und ihren fahrbaren Untersatz!
Und die Fahrzeugpalette reicht von historischen Vorkriegsfahrzeugen über die automobilen Legenden wie VW Käfer oder IFA aus Ost und West und historische Rennwagen, die sich bereits einer Mille Miglia unterzogen haben bis hin zu den unterschiedlichsten Klassikern wie einem Jaguar E-Type oder einem VW Bus T 1.
Ab 13 Uhr gibt es am 11. August rund um die Bad Stebener Spielbank all´ diese Fahrzeuge und noch zahllose mehr zu bewundern, mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen und sich in eine Gartenparty ähnliche Situation mit automobilen Schätzchen zu begeben. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, das Team des Bad Stebener relaxa-Hotels sorgt für Speis´ und Trank und die Verantwortlichen der Bad Stebener Spielbank gewähren sonst nicht übliche Einblicke und Schnupper-Besuche in ihre Spielbank.
Und da motorsport-affine Zeitgenossen nicht wirklich ohne Wettbewerb auskommen, wird es eine Bewertung á la einem Concours d'Élégance geben, bei dem die schönsten Fahrzeuge und ihre Besitzer ausgezeichnet werden.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.ac-hof.de und www.oc-naila.de.

Gerd Plietsch


Fichtelgebirgsfahrt MSC Wunsiedel

Ausfahrt mit immer größer werdender Außenwirkung

(gpp) – Als der Chronist und seine damaligen, temporären Histo-Zeitgenossen auf die Fichtelgebirgsfahrt des Motorsportclubs (MSC) Wunsiedel aufmerksam wurden und teilnahmen, war´s eigentlich eine Veranstaltung die damals noch keine ´Überbuchungen` kannte – und mehr einen familiären Charakter hatte. Schließlich kannte man sich untereinander und ´Auswärtige` fanden damals, kurz nach dem Millenium, eher weniger den Weg nach Bad Alexandersbad.
Im Laufe der Jahre ging der gute Ruf der Veranstaltung immer weiter über die Grenzen der Region hinaus, und wer sich nicht rechtzeitig um eine fristgerechte Anmeldung kümmerte – hatte des Öfteren das Nachsehen.
Für die am 27. Juli stattfindende, inzwischen bereits 17. Ausgabe galt also, sofort nach Erhalt der Ausschreibung, die, dem MSC Wunsiedel sei´s gedankt, in unserer heutigen, fast ausschließlichen digitalen Welt, noch immer per Post und auf Papier nach Hause kommt, sofort mit der ebenfalls schriftlich zu versendenden Nennung zu beantworten, und das Nenngeld noch per Überweisung loszuschicken.
(Und wo wir gerade in den Nachrichten wieder einmal über die ´Unsicherheiten` bei den inzwischen leider wohl unumgänglich gewordenen, sozialen Netzwerken, vorherrschen, lesen – danken wir dem MSC Wunsiedel noch einmal; SUPER, dass noch ein klein wenig ´Normalität` vorherrschen darf!)
Aber wir haben uns wieder einmal verplappert, denn eigentlich wollten wir ja nur auf die diesjährige Fichtelgebirgsfahrt hinweisen, und freuen uns, dort vielleicht den einen oder anderen ´Gleichgesinnten`wieder ´mal zu treffen.

Gerd Plietsch