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Von Erwartungen und - Enttäuschungen:

Motorsport in CORONA-Zeiten…

(gpp) – Was für ein Jahr…
Mit welchen Erwartungen sind wir in dieses Jahr 2020 gestartet – und mit welchen Enttäuschungen mußten wir fertig werden???
Voller Freude haben wir uns am ersten Samstag des neuen Jahres in die Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol“ des Motorsportclubs (MSC) Helmbrechts gestürzt, obwohl die Veranstaltung – wie schon in den letzten Jahren – auch heuer wieder ohne jeglichen Schnee auskommen mußte. Dann haben wir die Langstrecken-Orientierungsfahrt des MSC Marktredwitz in Angriff genommen, die ausnahmslos in der Tschechischen Republik ausgefahren wurde und zu der – wohl deswegen – leider nicht alle ´üblichen Verdächtigen` auftauchten und sich in die Vergabe von Siegestrophäen einmischten.
Schließlich haben wir bei der Orie des MSC Wiesau noch den oberpfälzischen Steinwald neu vermessen und bei der Doppel-Veranstaltung des AMC Naila gleich mehrfach den Frankenwald.
Wir hatten hingenommen, dass es in diesem Nicht-Winter gleich gar keinen Oberfränkischen Eispokal mehr gegeben hat – und just als die ´sonstigen` Motorsportler ihre Garagen, Keller, Schuppen und Werkstätten öffneten und ihren fahrbaren Motorsport-Untersätzen den ersten Auslauf gönnen wollten, kam CORONA und der erste „Lockdown“.
Geschockt wie wir Motorsportler waren, haben wir die Einschränkungen willenlos und ohne hartnäckig zu hinterfragen hingenommen und zugesehen, wie ein Slalom, eine Rallye, ein Berg- und ein Rundstrecken-Rennen nach dem anderen abgesagt wurde und wir dastanden, wie kleine Kinder, denen man wegen („groben“) Ungehorsam das Spielzeug weggenommen hatte. Allenthalben hagelte es Absagen und Verschiebungen, so dass wir schier nicht mehr hinterherkamen, diese zu notieren und zu verarbeiten, und es hatte aufgrund der zahlreichen Verschiebungen in den Herbst den Anschein, als müßte dieser monatelang andauern, um die zahllosen Termin-Verschiebungen allesamt aufnehmen zu können. Zeitgenossen mit der Gnade der etwas früheren Geburt erinnerten sich mit Schrecken an die Ölkrise und es neben Sonntags-Fahrverboten auch gleich das generelle Verbot von Motorsport-Veranstaltungen gab (während gleichzeitig Fußball-Veranstaltungen stattfanden, und die Fans in hellen Scharen mit ihren PKW´s anreisten – aber die Unterscheidung zwischen ´Normalem` und dem Motorsport war schon damals nicht zu übersehen…
So hangelten wir uns unverrichteter, weil abgesagter, Veranstaltungen von Woche zu Woche und von Monat zu Monat und warteten gespannt auf gravierende Verringerungen der täglichen Neuinfektions-Zahlen.
Und nicht nur Veranstaltungen wurden abgesagt, ganze Meisterschaften fielen durch die Roste, allen voran die Deutsche Rallye-Meisterschaft, aber auch die Meisterschaften des Bayerischen Motorsport-Verbandes (BMV) und zum Beispiel auch die inoffizielle Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer, der Mitropa-Rally-Cup. Andere Meisterschaften und Veranstaltungen wurden nicht nur in den Spätherbst, sondern auch gleich mit Terminen im Dezember, gleich in den Winter verschoben.
Und doch hatte der Lockdown auch etwas Gutes (getreu dem Motto: das jedem Schlechten auch etwas Gutes innewohnt): die Digitalisierung schritt voran. Und das nicht nur im Homeoffice, sondern auch der Rennsport bekam eine digitale Variante, z. B. die NLS (Nürburgring-Langstrecken-Serie, früher Veedol-Langstrecken-Meisterschaft) wurde zur DNLS und es gab, was Wunder, sogar digitale Orientierungsfahrten?! Nur um dem geliebten Motorsport frönen zu können…
Und als wären unsere ´Gebete` „endlich“ erhört worden, verringerten sich die täglichen Neuinfektionszahlen und fast alles war wieder möglich. Man durfte reisen, sogar in die weiter Ferne und der große, internationale Sport, allen voran der Fußball und die Formel 1 begannen ihre ´Spiele`. Zwar ohne Zuschauer, aber man rannte, in den Fußballstadien, in Le Mans und auf dem Nürburgring, und das gleich 24 Stunden lang. Wie gesagt, ohne Zuschauer – aber vor allem im Fußball flossen die Fernsehgelder, wenigstens. Im Motorsport war es an den Sponsoren, (dankenswerterweise) bei der Stange zu bleiben und die Szene nicht ´absaufen` zu lassen.
Und sogar der kleine lokal-regionale Motorsport schien mit einigen Veranstaltungen wieder belebt werden zu können, Cross-Slaloms, Rallyes und Slalom-Veranstaltungen wurden mit entsprechenden Hygiene-Konzepten und natürlich ebenfalls ohne Zuschauer zur Durchführung gebracht – und dann schlug CORONA zurück und bescherte uns den zweiten Lockdown. Und obwohl ´nur` Light, reichte es, den auf den Herbst und später verschobenen Veranstaltungen nun en totalen Garaus zu machen. Die wenigen Meisterschaften oder Pokalserien, die mit ihren Orientierungsfahrten gleich zu Beginn des Jahres wenigstens eine kleine Wertung erstellen konnten, mußten sogar darauf verzichten, ihre „CORONA“-Meister zu ehren.
Was ohne Rücksicht auf Verluste durchgeführt wurde, waren die Formel 1, die DTM und einige andere ´hochkarätige` Serien im In- und Ausland (vor allem auch in den USA, aber dort gab´s ja laut dem noch amtierenden Clown keine wirklichen Bedrohungen durch CORONA; die mehreren hunderttausend Toten fallen und fielen offensichtlich nicht in s Gewicht; aber wir wollen nicht politisieren!).
Und nun steht das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel bevor, manche Veranstaltungen im neuen Jahr sind bereits abgesagt, so z. B. die österreichische Jänner-Rallye, bei anderen Veranstaltungen lesen sich die im Internet veröffentlichten Ausschreibungs-Unterlagen als hätte es CORONA nie gegeben. Obwohl durchaus damit zu rechnen ist, dass uns diese weltweite Pandemie mit Sicherheit noch weit in das Jahr 2021 begleiten und negativ beeinflussen wird.
Bleibt am Ende, allen unseren geneigten Lesern zu wünschen, dass sie gut und vor allem GESUND durch diese verrückten Zeiten kommen und wir uns alle irgendwann und irgendwo, und vor allem in alter Frische – oder frischem Alter – wieder treffen können!

Gerd Plietsch


Motorsport für den Erhalt von Leben:

1. Bamberger Automobilclub unterstützt Witwe und ihre fünf minderjährigen Kinder

(gpp) – Seit Jahren unterstützt der 1. Bamberger Automobilclub Hilfebedürftige der Region mit Erlösen aus seinen im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführten Oldtimer Bergclassic vor der Würgauer Wand.
Kurz nach der Veranstaltung im Jahr 2019 verunglückte auf der Bundesstraße 505 unverschuldet ein Familienvater aus Kulmbach, dessen Ehefrau nur mit schwersten Verletzungen überlebte und nun mit fünf minderjärhrigen Kindern „zurechtkommen muß!“
Spontan entschlossen sich deswegen die Verantwortlichen des 1. BAC, Vorsitzender Bernd Schrüfer, Rennleiter Hans Schrüfer und Schatzmeister Wolfgang Dill (alle Bamberg) diese Familie mit einer Spende von 3.000 € zu unterstützen.
Damit bleiben die Bamberger Motorsportler ihrem Slogan „Motorsport für den Erhalt von Leben“ weiterhin treu, mit dem sie seit 2001 Bedürftige unterstützen. In Ihrer 111-jährigen Vereinsgeschichte (Gründung im Jahr 1909; Amm. d. Verf.) haben die Verantwortlichen des 1. BAC 2001 7 000 DM an die Krebs Stiftung „für Anja“ überwiesen, nach Beendigung der Motorsportsaison 2017 übergab der 1. Bamberger AC einen weiteren Scheck über 4.000 € für den Kinder Krebsforschung der Universität Erlangen. Es folgten weitere Spenden im Jahr 2018 für den Kindergarten Sankt Kunigund in Bamberg und den Kauf eines Defibrillators für eine befreundete Freiwillige Feuerwehr was zu einer Gesamtausgabe von 5 000 € führte.
Die Bamberger Motorsportler sind stolz, dass sie in dieser Zeit insgesamt 15.000 € für Caritative Zwecke Spenden konnten, und bitten im Vorfeld des diesjährigen Weihnachtsfestes, die Kulmbacher Familie ebenfalls mit Spenden zu bedenken.
„Spenden bitte an die Sparkasse Kulmbach-Kronach, Kontonummer DE88 7715 0000 0240 4463 10, Kontoinhaber: Willi – Otto – Stiftung und Kennwort: Spende Unfallopfer.“, so Hans Schrüfer, Technischer Leiter der Oldtimer Bergclassic Würgau.
Als einer der „Macher“ der Berg Classic in Würgau bedankt sich Hans Schrüfer bei allen der alljährlich 100 bis 120 ehrenamtlichen Helfer (die aktiven Motorsportler des 1.Bamberger AC, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Würgau, die örtlichen Vereine, Landwirte und viele nicht benannte Freunde des Motor-Sports), „die es als ein „Muss“ verstehen ihre Zeit für einen guten Zweck „opfern!““
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wuergauerberg@hotmail.de

Gerd Plietsch


Bewährtes Konzept und Reglement bleiben erhalten:

HJS – DMSC-Rallye-Cup geht mit neuen Perspektiven in das neue Jahr 2021

(gpp) – In enger Zusammenarbeit mit dem DMSB, dem Promoter BB&S und den Partnern der Serie wurde der Terminkalender des HJS DMSB Rallye Cups (HJS-DRC) für 2021 erstellt. Dieser umfasst acht Veranstaltungen in beiden Rallye-Regionen Nord und Süd. Damit das wenig planbare Infektionsgeschehen im Veranstaltungskalender passend berücksichtigt werden kann, setzt der Serienorganisator auf bis zu drei Streichresultate. Demnach werden in beiden Regionen mindestens fünf der acht geplanten Rallyes gewertet. CORONA-bedingt wird das Programm für die Förderpiloten erst im Frühjahr 2021 bekanntgegeben. Alle Junioren, die 2020 in den HJS-DRC eingeschrieben waren, können 2021 Nenngeldfrei starten.
Mit insgesamt 16 Veranstaltungen, verteilt auf das komplette Bundesgebiet, plant Serienorganisator Klaus Osterhaus: „Wir möchten den Teilnehmern in fast allen Bundesländern attraktiven Rallyesport bieten und freuen uns, dass wir trotz der schwierigen Bedingungen mit 16 Veranstaltern vertrauensvoll und ergebnisorientiert zusammenarbeiten. Mit den passenden Hygienekonzepten ist es unser Ziel, alle Veranstaltungen durchzuführen. Aufgrund der Unwägbarkeiten im Infektionsgeschehen haben wir zwei bis drei Streichresultate, damit wir in beiden Rallye-Regionen zu einem vergleichbaren Endergebnis für beide Rallyeregionen kommen“, so Osterhaus.
Dabei greift Serienorganisator Osterhaus auf das bewährte Reglement für Deutschlands größte Breitensportserie im Rallyesport zurück. Klasseneinteilungen und Punktvergabe haben sich bewährt und werden in 2021 fortgeführt. Einzige Ausnahme sind Fahrzeuge der Gruppe F mit sequentiellem Getriebe, die in dem HJS-DRC nicht gewertet werden. „Wir sind derzeit schon in Gesprächen mit dem DMSB was die Meisterschaften über das Jahr 2021 hinaus betrifft und freuen uns, diese erfolgreichen Breitensportserie mit allen Partnern und Sponsoren konsequent weiterzuentwickeln. Ein besonderes Lob richtet sich an alle Veranstalter, die viele Ideen und Gedanken für die passenden Hygienemaßnahmen vorbereitet haben“, so Osterhaus.
Das Förderprogramm möchten Klaus Osterhaus und Frank Christian im Frühjahr 2021 vorstellen. „Aufgrund der aktuellen Situation ist es eine Herausforderung, mit Sponsoren und der Automobilindustrie, zu finalen Vereinbarungen zu kommen. Daher werden sich die Entscheidungen ins Frühjahr vertagen. Wir halten an unserem bestehenden Konzept fest und freuen uns, erfolgreiche junge Rallyepiloten weiter zu entwickeln“, erklärt Projektleiter Frank Christian von Pole Promotion.
Weitere Informationen sowie die neuen Termine für 2021 gibt es im Internet unter www.hjs-drc.de.

Gerd Plietsch


„Lagerfunde“:

Aufkleber-Berge wieder entdeckt

(gpp) – Zugegeben, es waren keine Scheunenfunde, aber als Lagerfunde gehen sie problemlos durch, die Berge von kleinen Rallye-Aufklebern, wie sie früher nur ausgesuchten, heute fast jedem Besucher mit dem Aufdruck „Ich war dabei“ ausgegeben werden.
Aber die Aufkleber, die wir in den tatenlosen Wochen in den unterschiedlichsten Ecken unseres Rallye-Büros wieder gefunden haben, sind teilweise aus den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und damit wohl schon ein klein wenig ´antiquiert`, oder?
Für Sammler haben wir uns noch zwei weitere Tage gegönnt, und sie in drei Teile 1990 bis 1999, 2001 bis 2009 und 2011 bis 2019 aufgeteilt und bieten sie nun in der Rubrik „devotionalienbörse“ in unserem Internet-Auftritt www.gerdplietschpresse.de Interessierten an.
Schauen Sie ´mal ´rein, vielleicht finden Sie ja auch noch die eine oder andere Broschüre, mit der Sie lange, motorsportlose Wochenenden überbrücken – und uns eine kleine Einnahme – generieren lassen können.

Gerd Plietsch


Zu Weihnachten einmal anders:

Ein Pokal für den Berichterstatter

(gpp) – Es ist Samstag vor Weihnachten und neben dem eigentlich völlig unnötigen und eigentlich zu vermeiden trachtenden – aber leider doch am Ende unvermeidlichen – Vorweihnachts-Streß hat sich zudem ein ebenso unwichtiger Computer-Streß gesellt: Ich bin dabei, meine turnusmäßig -halbjährliche Daten-Sicherung durchzuführen.
Das bedeutet eigentlich, dass ich außer lebensnotwendigen Verrichtungen wie dem Besuch eines so genannten ´stillen` Örtchens am liebsten vor bzw. neben oder zumindest äußerst nahe bei meinem Rechner sitzen will, um über dessen Aktivitäten immer auf dem Laufenden zu sein (um nicht zu sagen, ihn zu überwachen!). Zar wäre das ja eigentlich unnötig, denn der kleine Japaner der sich meiner natürlich völlig unmaßgeblichen Meinung nach irgendwo in den Tiefen der flachen Tastatur und des noch flacheren Bildschirms verkrochen hat, und mir hin und wieder unmissverständlich meine von Haus aus eingeschränkten Kenntnisse dieser Maschine aufzeigt, macht schon was er soll – wenn man es ihm richtig sagt (wobei die Frage bleibt, ob ich das mit meinem begrenzten Computer-Kenntnissen und –Wissen überhaupt richtig kann?!).
Das gelingt bei mir nämlich nicht immer, was in unregelmäßigen Abständen händeringende, telefonische Hilferufe zu meinem Sohn Nr. 1, einem FH-Daten-Ingenieur im sächsischen Leipzig beweisen, wenn sich dieser in Gottseidank nur meist monatlichen Abständen als mindestens 14. Internet-Nothelfer betätigen muß.
In dieser Phase also, in der sich meine Gedanken fast ausschließlich damit befassen und ich in meinem unterirdischen Kellerbüro, nur von guter Musik von Bayern 1 getragen, Gedanken- und vor allem Anspannungsvoll vor meinem Rechner sitze, höre ich die Stimme meiner besten Ehefrau von allen (Danke in diesem Fall an den leider bereits verstorbenen Israelischen Literaten Ephraim Kishon, von dem ich dieses Zitat hin und wieder gerne übernehme....) die mich nach oben ruft:
„Gerd, kommst Du ´mal, da sind zwei, die wollen zu Dir? Ich weiß nicht wer sie sind??“
? ? ?
Und damit kommen wir nach den langen Einführung zu des Pudels Kern:
Ich eile also nach oben voller angespannter Erwartung – und da stehen Julia Kuhbandner und Michael Böhm, beides Orientierungsfahrer des Motorsportclubs (MSC) Wunsiedel, über deren hobbymäßige Aktivitäten ich gerne in unseren Heimatzeitungen sowie in meinen eigenen Veröffentlichungen (gpp – motorsport-info und dem Internet-Auftritt www.gerdplietschpresse.de) gerne berichte, in unserem Vorhaus. Michael hat einen großen Pokal in Händen, Julia ein Blatt Papier und nach einer kurzen Begrüßung beginnt sie, den Text auf dem Papier vorzulesen:
„Lieber Gerd, DANKE, ..................“ (und so weiter, und so fort……..)
Es folgen 18 Zeilen mit 9 mehr oder weniger langen Sätzen, von denen vier mit dem Wort „Danke“, beginnen und in den restlichen kommt dieses Wort ebenfalls so oft vor, dass mir beim sprachlosen Zuhören ganz warm und blümerant ums Herz wird.
Den genauen Wortlaut dieses Papiers werde ich vor den geneigten Lesern nicht ausbreiten, man möge mir nachsehen, dass ich diesen Text, der ja doch wohl einigermaßen privat ist und mich – für mich völlig übertrieben – lobt, als ´Geheimnis` zwischen Michael und Julia betrachte, ganz bestimmt auch in deren Sinn!
Als der Vortrag beendet ist, bin ich im besten Sinn sprachlos und perplex, denn in meiner nun doch schon fast fünfzig-Jährigen Tätigkeit als Motorsport-Journalist bin ich noch nie so besprochen, wohlverstanden, ja schon fast ´geliebt`, worden.
Sicher, Artikel von mir haben hie und da schon die eine oder andere Reaktion hervorgerufen, manchmal eine kritische, über die Zeitläufte betrachtet aber eher positive – natürlich auch nach den Befindlichkeiten der betroffenen Personen hin ausgerichtet – aber eine mündlich-schriftliche Danksagung, verbunden mit der Überreichung eines Pokals mit entsprechender Widmung auf dem Sockel (Horst Lichter´s „Bares für Rares“-Experten würden wohl ´Plinte` sagen…), das ist mir noch nie passiert!!!
Bei Espressi in unserem Wohnzimmer entsteht sofort eine tolle, familiäre Atmosphäre, auch meine liebe Frau, die mit meinen nebenberuflichen Aktivitäten eher weniger ´am Hut` hat, ist begeistert und die beiden Frauen tauschen denn auch sofort Rezepte für Weihnachtsplätzchen aus, während Michael und ich unserer Profession geschuldet, allerhand ´wichtiges` an motorsportlichem unter uns austauschen.
Mit gegenseitigen Dankes-Formulierungen endet dieser überraschende vorweihnachtlich Besuch und es darf gesagt werden, dass ich tatsächlich in meiner nun schon fast fünfzigjährigen Berichterstatter-Laufbahn noch nie so bedacht worden bin…..
DANKE dafür!!!
Und DANKE, dass mit dieser guten und positiven Nachricht ein Jahr abgeschlossen werden kann, welches an Gutem und Positiven so wenig wie nie für uns alle parat hatte….

Gerd Plietsch


Erst Klimawandel- und jetzt auch noch CORONA-Opfer:

Oberfränkischer EisPokal

(gpp) – Als er Ende der goldenen 70´er Jahren des vorigen Jahrhunderts erfunden wurde, war die Idee, ein winterliches Betätigungsfeld für die in dieser Jahreszeit arbeitslosen oberfränkischen Motorsportler zu schaffen, denn nur die wenigsten konnten es sich leisten, bei der einzigen oberfränkischen Winterrallye, der Bayer. ADAC-Winterrallye, an den Start zu gehen:.
So erschufen sich all´ diejenigen, welche mit einem kleinen Budget Motorsport betreiben (müssen), ihre eigenen Bühnen, fuhren – sogar auf kleinen – nicht geräumten Parkplätzen, auf gefrorenen Wiesen und / oder auf Äckern und hatten – zunächst einmal – ihren Spaß. Trafen sich bei klirrender Kälte, bevölkerten den Glühweinstand und begaben sich hin und wieder mit ihren Fahrzeugen in den Parcours und versuchten, gut, schnell und fehlerlos durchzukommen.
Doch wie es immer so ist, wenn Wettbewerber zusammen kommen, der selbige entbrennt und urplötzlich wurde aus dem sonntäglichen Fahrvergnügen ein Wettbewerb, der ausgetragen wurde als ginge es um die Weltmeisterschaft. Anfangs fanden einzelne ältere Motorsportler in den hintersten Ecken ihrer Garagen uralte tschechische Barum Icemaster-Reifen (die heutzutage überhaupt nicht mehr gefertigt werden; Anm. d. Verf.) und suchten sich Felgen und Fahrzeuge, auf die sie solches Reifenmaterial schnallen konnten. Denn anders als alle anderen Reifen altern diese tschechischen Pneus nicht – im Gegenteil. Selbst dreißig und mehr Jahre alte Reifen haben noch heute ein griffiges Profil und versprachen und versprechen weitaus besseren Grip auf Eis und Schnee als alle ´normalen` Alltags-Winterreifen. Wer nicht über solches Alt-Material verfügte, griff zu den finnischen Nokian Hakkapelitta-Reifen, die ein ähnliches Konstrukt aufweisen. Danach erfolgte von den noch mehr Ehrgeizigeren der Einsatz von Fahrzeugen mit Sperrdifferenzialen, damit auch dann, wenn ein Reifen durchzudrehen droht, zumindest der andere noch für Vortrieb sorgen kann. Ein großer schwerer Wagenheber auf der Beifahrerseite zum Gewichtsausgleich und die Absenkung des Luftdrucks um eine – wenn auch nur um wenige Quadratzentimeter – größere Reifenaufstandsfläche zu erreichen, waren dann weitere, schon als Fein-Abstimmungsmaßnahmen zu bezeichnende Veränderungen.
Und der Fahrspaß blieb, den Ansturm auf die einzelnen Veranstaltungen konnten die zur Erwärmung der Protagonisten notwendigen, naheliegenden Gasthäuser nicht immer allesamt aufnehmen. Bei den Siegerehrungen wurden die Pokale oftmals wie das Bier am Stammtisch über mehrere unbeteiligte Reihen an die weiter hinten im Auditorium stehenden Gewinner weitergereicht.
Eine gute Woche Minus-Temperaturen und gute zehn bis zwanzig Zentimeter Schnee, und schon kann ein guter und griffiger Parcours erstellt werden und wenn sich auch am Veranstaltungstag die Temperaturen unter der NULL-Grad-Grenze bewegen, können gut und gerne 60 bis 100 Teilnehmer mehr oder weniger problemlos durchgelotst werden – und der Parcours hält. Schön anzusehen für die Zuschauer sind die heckgetriebenen Fahrzeuge, deren Drifts allerdings nicht immer gewollt, und am Ende vor allem aber selten siegreich, sind. Die kleinen (bis 1400 ccm Hubraum) frontgetriebenen Fahrzeuge (von denen die meisten mit den o. a. genannten Sperr-Differenzialen ausgerüstet sind) sind eher siegfähig, etwa gleich wie die ab der Mitte der achtziger Jahre immer weiter um sich greifenden allrad-getriebenen Autos, von denen jedoch nicht alle und nicht immer siegfähig waren und schon gar nicht von jedem Teilnehmer schnell, zielgerichtet und vor allem fehlerfrei bewegt werden konnten.
Und trotz allem Wettbewerbs, der Fahrspaß stand und steht noch immer im Vordergrund!
Nach dem Millenium gab es zunächst einen stabilen Stamm von acht bis neun Veranstaltern, die händeringend Väterchen Frost und Frau Holle um Schnee und Eis anbettelten, um wenigstens die drei für eine reglementskonforme End-Wertung abwickeln zu können. Da sich aber bereits in diesen Jahren die ersten Klimaverschiebungen und / oder gar der Klimawandel abzuzeichnen begann, gab es nur in den Jahren 2003, 2006, 2012 und 2013 die letzten EisPokal-Ehrungen (also drei oder mehr Einzel-Wettbewerbe).
Von den anfangs fast zehn unterschiedlichen Veranstaltern fielen nun die ersten weg, da keine geeigneten Gelände mehr gefunden werden konnten, die auch bei nur minimalen äußeren Bedingungen einen ganztägig haltbaren Parcours gewährleisten konnten. Dann wurden die winterlichen Bedingungen immer weniger und hast Du nicht gesehen, waren es auf einmal nur noch ein, zwei Veranstaltungen, die sozusagen ad hoc – über Nacht – organisiert wurden und strömenden Zulauf erhielten. In den letzten fünf „Wintern“ konnte jeweils nur noch eine ein einziger EisPokal-Lauf durchgeführt werden, im vergangenen Jahr 2020 fand dann zum ersten Mal kein einziger Lauf mehr statt.
Und auch wenn in den vergangenen Tagen ein wenig Schnee Feld und Flur bedeckten, für eine EisPokal-Veranstaltung reicht dies bei weitem nicht! Und selbst wenn es gereicht hätte, wäre CORONA den Verantwortlichen und Teilnehmern mit einen dicken Strich durch die Hygiene-Rechnung und in die Parade gefahren. Denn auch wenn der Wettbewerb selbst im Freien stattfindet, brauchen die Protagonisten und die Auswerter einen trockenen und warmen Raum und wer an die eingangs erwähnten Gedränge bei den Siegerehrungen denkt, bekommt sicher das ganz große CORONA-Graußen.
Die oberfränkischen EisPokal-Protagonisten, die in den vergangenen zehn Monaten schon jede Menge Lockdowns und andere Einschränkungen hinnehmen mußten, werden sich nun wohl auch damit abfinden (müssen), und zusammen mit den hoffentlich endlich in die ´Gänge` kommenden Impfungen hoffnungsvoll darauf warten, zunächst dem nicht winterlichen Motorsport ab dem Frühjahr wieder frönen zu können – „und vielleicht gibt´s dann im Winter 2022 endlich wieder Eis und Schnee!“ so der Fichtelberger EisPokal-Koordinator Raphael Kohlhofer.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.eispokal-oberfranken.de.

Gerd Plietsch


Die ´Hohe Kunst`:

Rallyefahren im Winter

(gpp) – Es ist unbestritten die ´Hohe Kunst`, sich mit einem Automobil auf winterlich schneebedeckten und womöglich auch noch eisglatten Straßen sicher und noch dazu schnell von A nach B zu bewegen.
Und gemeint ist nicht das heutige Rallyefahren im Winter bei der Monte Carlo, in Österreich oder Skandinavien, wo dem profunden Fahrer Reifen mit hunderttausenden kleineren und größeren Nägeln auf der Suche nach Grip, Seitenführung und Traktion so hilfreich unter die behandschuhten Hände greifen, als führe er ganz gewöhnlich und normal auf freien und trockenen, asphaltierten Straßen.
Gemeint sind vor allem die goldenen Zeiten in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als tollkühne Männer in sideways driftenden Kisten mühelos die Grenzen der Physik und Schwerkraft zu überwinden schienen. Und sich derart flott fortbewegten, dass dem gemeinen Fahrer am Streckenrand nicht selten vor endlosem Staunen der Mund offen blieb.
Sicher, auch damals gab es Spikereifen, kein Wunder, waren sie ja auch im normalen, öffentlichen Straßenverkehr noch erlaubt, aber keineswegs in der heute üblichen Fülle und verschiedenen Ausführungen. Schneeketten waren meist alternativlos und für das schnelle Befreien aus ´verrutschten` Situationen war immer eine Schaufel vorgeschrieben – und nötig, oder auch der schnell anzulegende „Snowgrip“ griff- und anlagebereit zur Hand.
Und trotzdem wagten sich von den Festlands-Europäern nur sehr, sehr wenige in den hohen Norden, wenn Finnlands und Schwedens Wäldern vor Schnee überquollen und sich die Skandinavier Saab- und / oder Volvo-Türschnallen gegenseitig um die Ohren hauten. Der eine oder andere mitteleuropäische Privatier wagte es, wurde von den einheimischen Privatiers aber nur als Hindernis empfunden (siehe Herbert Völker in „Tiefflieger“, Seite 73) und gnadenlos versägt.
Man beließ es damals dabei, die einheimischen Winterrallyes abzuarbeiten, von denen es vor allem mit der Bayer. ADAC-Winterrallye des MSC Marktredwitz eine gab, die mit ihrem Austragungsort und – modus in den west- und südböhmischen Wäldern Tschechiens dafür sorgte, das Spreu und Weizen ordentlich und deutlich getrennt wurden und der ´Macher` dieser Veranstaltungen mit seiner Zusammenarbeit mit dem tschechischen Motor-Klub in Klatovy alsbald den Titel „König von Westböhmen“ angehängt bekam. Dass in späteren Jahren daraus mit der ADAC-SACHS-Winterrallye, zeitweise ein Lauf zur Rallye-Europameisterschaft, eine kleine Ausgabe der einstigen Olympia-Rallye wurde, sei hier nur am Rande erwähnt.
Doch nicht nur in Bayerisch und Tschechisch Sibirien gab´s Winterrallyes, 1974 veranstaltete auch der MSC Stuttgart auf dem Münsinger Truppenübungsplatz eine Schneerallye, bei der „Bügelhersteller“ Winfried Matter mit einem VW Käfer die Haltbarkeit seiner Produkte nachhaltig unter Beweis stellt und im Feld der 165 (!) Gesamtstarter nachhaltig und kräftig mit dafür sorgte, dass der Baden-Württembergische Schnee wirklich „heiß“ wurde und mannigfach umkämpft wurde (siehe auch hier Herbert Völker in „Tiefflieger“, Seite 163 ff.).
Dass und ob es Unterschiede in der Art des Antriebs gab, schien in der höchsten Spielklasse des internationalen Rallyesports damals mehr oder weniger egal zu sein, schließlich drifteten die Skandinavier mit ihren frontgetriebenen Saab- und Volvo-Modellen ansatz- und problemlos, wie die Festlands-Europäer und die britischen Insulaner mit ihren heckgetriebenen Fiat- oder Escort-Fahrmaschinen.
Die Erfindung des Allrad-Antriebs dagegen schien alles vorangegangene auszulöschen, der allzeitliche Antrieb über alle vier Räder beflügelte nicht nur die Weltelite, sondern auch den betuchten Amateur – welcher allerdings nach dem Start an einer winterlichen WP und dem ungebändigten Beschleunigungsdrang auf den ersten Metern im Schnee – nicht selten schmerzhaft (oft nur pekuniär, hin und wieder aber auch körperlich; Anm. d. Verf.) feststellen mußte – dass sich auch mit seinem außerordentlich gripgeilen Allradler die Grenzen der Fahrphysik nicht ausnahms- und folgenlos ausschalten ließen. Nur nachhaltiges und dauerhaftes Training sowie überaus mutvolles Ausführen des Gelernten brachten wirklich Fortschritte bei der schnellen Bewältigung winterlicher Wertungsprüfungen.
In den Jahren vor und nach dem Millenium wurde in Oberfranken der so genannte EisPokal ins Leben gerufen, bei dem sich an Sonntagen die arbeitslosen Motorsportler trafen um „ein wenig Spaß“ zu haben. Dass der Spaß im Laufe der Jahre auch in einen Wettbewerb mündete, wird wohl niemanden erstaunen – mehr erstaunt sind die einschlägigen Protagonisten aber darüber, dass sich der Klimawandel in immer kürzeren und wärmeren Winter nachdrücklich zeigt und diese winterliche ´Spielart` wohl bis auf ganz wenige Ausnahmen in den nächsten Jahren möglicherweise ganz ausbleiben wird.
Von CORONA und den damit verbundenen unterschiedlichen Beschränkungen sei hier gar nicht gesprochen!
Doch ganz allgemein wird zu beklagen sein, dass es mit dem Winter immer weniger zu werden scheint, und wir daher auf winterliche Geschichten wie die Auslosung, welcher Beifahrer eine nicht befahrbare Steigung im Verlauf einer Orientierungsfahrt per Fuß erklimmen muß um zu eruieren ob und ggf. welche „stummen Kontrollen“ oder „Baumaffen“ dort versteckt sind und diese dann den am Fuße der Steigung wartenden Mitbewerbern mitteilte, künftig verzichten müssen.
Oder auf die grandiose Story eines italienischen Rallye-WM-Team´s, wo man über Nacht mittels mehrerer Salz-LKW´s den „Col de Turini“ völlig schnee- und eisfrei bekam und die eigenen Teams für alle anderen völlig irrsinnig diese Königs-WP mit Trockenreifen in Angriff nahmen…
Im Gegensatz zum Hausbesitzer oder –mieter, der im Winter mit der Schneeschaufel für einen freien und problemlos zu begehenden Bürgersteig achten muß, werden wir Motorsportler (in seltener Einheit mit den Skifahrern) den sich immer mehr zurückziehenden Winter mit Sicherheit schmerzlich vermissen – und die ´Hohe Kunst` des winterlichen Rallyefahrens nur noch in der Mediathek bewundern können.
Schade!

Gerd Plietsch


”Was wird wohl werden?“:

Termine für 2021

(gpp) – Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind vorüber, eingeschränkt wie noch nie in der Neuzeit, doch der inzwischen verlängerte Lockdown dauert an – und trotzdem hagelt es von vielen Seiten schon wieder Termine für das beginnende Jahr 2021. Die Veranstalter, welche die mehr oder weniger unmittelbaren Zeiten nach Neujahr üblicherweise für ihre Traditions-Veranstaltungen in Anspruch nehmen, haben sich schon zurück gehalten und ihre Termine abgesagt. Das sind im nordbayerischen Raum in der Hauptsache die Veranstalter von Orientierungsfahrten wozu vor allem die geplante 50.te Jubiläums Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol“ des MSC Helmbrechts zählte (die gleich um ein ganzes Jahr auf den 8. Januar 2022 verschoben wurde) und auch die der Stiftland-Orientierungsfahrt des MSC Wiesau wurde ein Opfer der fest im Sattel der globalen Menschheit sitzenden CORONA-Pandemie.
Auch der oberfränkische EisPokal wird wohl nicht zur Ausführung kommen (man erinnere sich nur an das Gedränge in den warmen und trockenen Wirtsstuben bei der Siegerehrung?!?; Anm. d. Verf.), mit Sicherheit aber nicht nur wegen CORONA, sondern wohl auch und mehr wegen dem immer mehr ausbleibenden Winter (auch wenn der eine oder andere an Weihnachten oder Neujahr höhenmeterbedingt zum morgendlichen Frühsport zur Schneeschaufel greifen mußte – die Bedingungen, um einen EisPokal veranstalten zu können, waren und sind wohl nicht mehr zu erwarten; wobei wir uns gerne vom Gegenteil überzeugen lassen!), schließlich sind die einzelnen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren immer weiter zurück gegangen, bis im Vorjahr keine einzige mehr durchgeführt werden konnte.
Im Österreich wurde auch die traditionsreiche „Jänner-Rallye“ abgesagt, zur Durchführung kam jedoch die historisch-nostalgische Winterralle Steiermark.
Doch für das zweite Quartal häufen sich die Terminanmeldungen, meist schon vor Jahresfrist, als die damals geplanten Veranstaltungen abgesagt werden mußten, und auf neue Termine in diesem Frühjahr verschoben wurden. Umsichtige Veranstalter haben sogar noch einen Ausweichtermin für den Herbst vorgesehen, aber irgendwie scheint die Meinung vorzuherrschen, die CORONA-Pandemie wäre schon in den Griff zu kriegen. Auch und vielleicht schon deshalb, weil seit kurz nach Weihnachten landauf  und landab – wenn auch noch mit kleineren bzw. größeren Hindernissen – mittlerweile geimpft werden kann.
Da aber viele Veranstalter lieber sicher planen, wurden etliche Termine, die normalerweise im Frühjahr wahrgenommen werden, in das dritte Quartal verlegt und kollidieren nun mit den herbstlichen Traditions-Terminen.
Es wird doch wohl hoffentlich nicht das genaue Gegenteil vom Vorjahr – wo wir fast keine Veranstaltungen mehr hatten – zu heuer dergestalt eintreten, dass sich mehrere Veranstaltungen auf einen Termin zusammendrängen? Das wäre nun nicht nur nicht im Sinne des Erfinders, sondern auch und vor allem nicht im Sinne von Veranstaltern und Fahrern.
Die große Bitte an alle Veranstalter also, Termine bitte entzerren. Und zwar jetzt! So lange es noch einigermaßen für alle verträglich möglich ist. Doppel- und möglicherweise sogar Dreifach-Termine schaden uns allen!
Bitte also auch ´mal über den eigenen Schatten springen!!
Danke!!!

Gerd Plietsch

 


Absage des EisPokal-Laufs beim AC Hof:

CORONA-Pandemie stoppt oberfränkische Motorsportler

(gpp) – „Rein vorsorglich“, hatten die Motorsportler des Automobilclubs (AC) Hof ihren Termin für den diesjährigen Oberfränkischen EisPokal angemeldet, und erstmals seit einigen Jahren schien auch das Wetter eine solche Veranstaltung zu ermöglichen…
Doch der dafür vorgesehene dritte Sonntag im Januar, genauer gesagt der 24. Januar, ist mit der Verlängerung und Verschärfung der CORONA-Regeln schon wieder „gestorben!“ Denn „mit der Einhaltung der 15 km – Regel könnten wir kaum die Anzahl von Teilnehmern generieren, die wir zur Finanzierung einer solchen Veranstaltung brauchen!“, so AC-Chef Karl-Heinz Bauer (Hof) in einem telefonischen Presse-Gespräch.
Ob, und wie es nach Ende des momentanen Lockdowns am 31. Januar weitergeht ist zur Zeit noch völlig offen, für Interessierte gibt es aber weitere Informationen im Internet unter www.ac-hof.de.

Gerd Plietsch


Weitblick voraus:

Olympia-Rallye Revival 2022

(gpp) – Nachdem die Vorausschauen für die nächsten Wochen und Monate eigentlich immer schlechter und zudem mit immer weniger Motorsport-Veranstaltungen gefüllt sein werden, wollen wir es doch ´mal wagen, einen Blick auf das nächste Jahr, auf 2022, werfen.
Dann nämlich soll eine Veranstaltung zu ihrem 50-jährigen Jubiläum noch einmal „und letztendlich“ wiederbelebt werden, die nicht nur in Deutschland, sondern auch und vor allem in Deutschland einmalig war – und bleiben wird: Die sagenumwobene und legendäre Olympia-Rallye!
In dem Jahr, in dem das weltweite Festspiel der Sport-Jugend in Deutschland Station machte, hatten sich auch ein paar (man kann durchaus sagen ´verrückte`) Motorsportler zusammen gefunden und unter Anleitung des Marktredwitzer Hoteliers und Rennfahrers Hans Schwägerl eine Rallye aus dem Boden gestampft, deren Ausmaße mindestens so gigantisch waren, dass sie dem weltweiten olympischen Spektakel durchaus Paroli bieten konnten.
Eine Rallye über fünf Tage (13. bis 19. August) mit 3.371,2 km Gesamtlänge und 62 durchgeführte, von den 67 geplanten, Wertungsprüfungen. 3.000 verschickte Ausschreibungen (acht Zentner Post!), 417 abgegebene Nennungen und am Ende 307 Starter in Kiel von denen 147 am Ziel in München ankamen. Und das alles mit nur einer einzigen (!) Übernachtungspause… (Weitere Zahlen gefällig? Etwa 3.000 Helfer aus 36 ADAC-Ortsclubs, gut 300 Journalisten – die mit Bussen zu einzelnen Punkten der Rallye chauffiert wurden, dazu stand eine ganze Reihe von Hubschraubern bereit, zwei Privatflugzeuge, ein nachtflugtauglicher Zeppelin und da eine WP an einem größeren Gewässer (WP 63 „Dachau-Moos) vorbeiführte – sogar rein vorsorglich ein bereit stehender Taucher).
Doch genug von der Rückschau. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren etliche Teilnehmer immer wieder dieser Rückschau annahmen und Treffen veranstalteten. Zweimal im hohen Norden im Umfeld der ersten WP „Mölln“, wohin sich jeweils eine Handvoll ehemaliger Teilnehmer und handfester Traditionalisten einfanden, und mit dem Nachbau des damaligen Warmbold-Werks-BMW sogar einige Show-Starts durchführten. Im Jahr 2018 traf man sich dann sogar zusammen mit dem Doppel-Weltmeister Walter Röhrl im Fichtelgebirge und bevor, begleitet und beklatscht von zahlreichen Zuschauern die damalige Spezialetappe „Fichtelgebirge“. Auch wurde bereits zum 40-Jubiläu eine Broschüre über die Olympia-Rallye 1972 herausgegeben, die unter den einschlägigen Protagonisten großen Anklang fand (www.gerdplietschpresse.de).
Für das im kommenden Jahr anstehende, 50-jährige Jubiläum ist – und das ist der langen Einführung kurzer Sinn – nicht nur eine ´Evolution` dieser Broschüre in Vorbereitung, sondern auch und vor allem eine Revival-Veranstaltung. Diese ist für die Woche vom 8. bis 13. August 2022 geplant, und wenn die Veranstalter ihr Budget zusammen bekommen, wird es ein einmaliges, mehrtägiges Revival geben, bei dem geplant ist, dass Walter Röhrl mit einer Replika seines damaligen Ford Capri RS an den Start gehen soll.
Weitere Informationen und die Möglichkeit der Abonnierung eines Info-Letters gibt es im Internet unter www.olympiarallye72.com.

Gerd Plietsch


Termin-Vorschau – oder besser -Absage:

Österreichische Lavanttal-Rallye wird verschoben

(gpp) – Aufgrund des am 17. Jänner 2021 von der Österreichischen Bundesregierung verkündeten aktuellen Corona-Maßnahmenpakets und in Absprache mit allen zuständigen Stellen auf lokaler und überregionaler Ebene sehen sich die Veranstalter der am 9. und 10. April 2021geplanten 44. Int. WeinbergerHolz Lavanttal-Rallye zum momentanen Zeitpunkt außer Stande, an deren Durchführung der festzuhalten. „Wir benötigen vom aktuellen Organisationsstand der Veranstaltung ca. sechs bis acht Wochen Vorlaufzeit mit entsprechender Planungssicherheit, um als gemeinnütziger Verein mit ehrenamtlichen Mitgliedern diese Aufgabe mit gebotener organisatorischer und wirtschaftlicher Sorgfalt durchführen zu können. Die 44. Int. WeinbergerHolz Lavanttal-Rallye, die als zweiter Lauf zur inoffiziellen Rallye-Europameisterschaft der Amateure und Privatfahrer „Mitropa-Rally-Cup“ zählt, könnte daher erst im späteren Verlauf des 2. Quartals 2021 neu angesetzt werden – abhängig von der jeweiligen Entwicklung!“ Seitens des Motor Sport Club Lavanttal soll eine Terminentscheidung bis ca. Ende März getroffen werden.
Weitere Informationen gibt es unter www.mitropa-rally-cup.de.

Gerd Plietsch


Winterrallye Steiermark verschoben:

Neuer Termin im Dezember 2021

(gpp) – Eigentlich hätte sie am vorletzten Jänner- (Januar auf österreichisch; Anm. d. Verf.) Wochenende ´rennen` sollen, die Teilnehmer an der diesjährigen Winterrallye Steiermark, die im Gegensatz zu manch anderen Veranstaltungen im Januar bereits abgesagt worden waren.
Und da uns Rallyeleiter Dipl. Ing.Kurt Schimitzek (Kreuth) als Veranstalter bekannt ist und auch die Tatsache, dass mit Transpondern versehene Rallye-Autos unterwegs nur sehr wenig Personal ´brauchen`, konnten wir uns durchaus vorstellen, dass die „Steiermark“ mit ihren tollen Strecken zur Durchführung kommen würde.
Aber CORONA schlägt uns Motorsportler immer wieder und hartnäckig diverse Knüppel zwischen die Beine und rasiert uns viele angedachte Möglichkeiten, unseren geliebten Sport – wenn auch nur in Nischen – durchführen zu können.
Die Verantwortlichen um Rallyeleiter Schimitzek haben sich daher in einer Abstimmung mit den Teilnehmern entschlossen, auf eine Durchführung zum jetzigen Zeitpunkt zu verzichten und wollen die Veranstaltung im Dezember diesen Jahres (9. – 11. Dezember 2021) durchführen.
Der Termin für die dann bereits 15. Winterrallye Steiermark im Jahr 2022 soll dann wie geplant vom 20. – 22. Jänner 2022 stattfinden.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.winterrallye.at.

Gerd Plietsch